Lesemonate

Lesemonat Mai 2020

Ihr Lieben,

nun ist auch der Mai schon wieder um und man fragt sich, wo die Zeit nur bleibt. Irgendwie ist ein Monat aktuell Nichts, die Wochen vergehen viel zu schnell und das halbe Jahr haben wir schon gleich wieder geschafft – schon etwas erschreckend.

Dennoch war der Mai auch wieder ein erfolgreicher Lesemonat für mich – 10 Bücher habe ich beendet, wovon 9 Printausgaben waren und 1 Buch ein eBook. Ein Buch musste ich auch abbrechen (Das Zimmer der verlorenen Träume von Carys Bray), da mich das Buch bis zur Hälfte nicht abholen konnte und ich mich einfach nur durch die Seiten gequält habe. Sehr schade, da ich mich auf die Geschichte gefreut habe, aber wenn man durch ein Buch die Lust am Lesen verliert, dann sollte man dieses lieber zur Seite legen.

 

1. „Leben“ von Uwe Laub (Taschenbuch, 14,99€, 384 Seiten)

Passend zur aktuellen Situation habe ich dieses Buch über Artensterben und Pandemien gelesen und es konnte mich wirklich begeistern. Es war erschreckend zu sehen, wie sehr wir doch von der Pharmaindustrie abhängig sind und dass wir alles so hinnehmen müssen, wie diese uns das erzählt – dabei kann es gänzlich anders sein. Definitiv lesenswert!

 

2. „254 Tage mit Jane Doe“ von Michael Belanger (Hardcover, 17,00€, 352 Seiten)

Ich kann nicht genau sagen, was mich an diesem Buch so überzeugt hat, aber irgendwie bin ich ihm nicht entkommen und wollte immer weiter lesen. Es ist ein Buch über Freundschaft, erste Liebe, Verlust, Depressionen und diese Themen werden in einem leichten Schreibstil aufgegriffen, dass auch jüngere Leser damit lernen können umzugehen.

 

3. „Meine beste Freundin“ von Sarah Alderson (Taschenbuch, 10,00€, 392 Seiten)

Ein Thriller, wie ich ihn liebe! Dieses Buch hat mich vom Anfang bis zum Ende zu 100% überzeugt. Man glaubt zu wissen, was kommen mag und doch gibt es immer wieder Wendungen, die eines Besseren belehren. Zufälle, Schicksal, geplante Ereignisse – all das kommt hier zusammen und lässt uns als Leser sprachlos zurück. Klare Leseempfehlung!

 

4. „Luce 2“ von Doreen Hallmann (Taschenbuch, 13,95€, 307 Seiten)

Eine tolle Fortsetzung mit spannenden Ereignissen, aber auch einer Thematisierung, welche mir nicht zusagt und zu oft erwähnt wurde. Jedoch sticht dieses Buch wieder durch einen tollen Schreibstil heraus und lässt uns Leser mit einem fiesen Cliffhanger sprachlos zurück. Und ja, ich habe der Autorin schon gesagt, dass nur ein Happy End für Band 3 akzeptiert wird 😉

 

5. „Sühne“ von Steffen Jacobsen (Taschenbuch, 15,00€, 416 Seiten)

Dieser skandinavische Thriller konnte mich auch definitiv überzeugen. Er ist unglaublich gut geschrieben und auch die Handlung geht gut voran. Auch wenn „Sühne“ der 5. Fall dieser Reihe ist, kann man ihn unabhängig von den Vorgängern lesen. Mir hat dieses Buch so gut gefallen, dass ich mittlerweile auf der Suche nach den 4 vorigen Bänden bin.

 

6. „Neon Birds“ von Marie Grasshoff (Taschenbuch, 15,00€, 460 Seiten)

Durch viele Leseempfehlungen hatte ich mich sehr auf dieses Buch gefreut, muss jedoch sagen, dass Science Fiction eher im Filmbereich mein Genre ist denn bei Büchern. Es war eine gut durchdachte Story, die jedoch einige Längen hat. Mir hätte etwas mehr passieren können, jedoch hat das Ende mich positiv überrascht und ich freue mich mittlerweile auf die Fortsetzung Cyber Trips.

 

7. „Der wunde Himmel“ von Jeannette Oertel (Taschenbuch, 14,00€, 505 Seiten)

Politische Romane gehören im Normalfall nicht zu meinen bevorzugten Themen, allerdings konnte mich die Geschichte rund um die elydische Botschaft mit ihren Machenschaften, Intrigen und Lügen vollkommen überzeugen und war zum überwiegenden Teil des Buches spannend geschrieben mit viel Gefühl.

 

8. „Meine liebe Familie“ von Sarah Alderson (Taschenbuch, 10,00€, 378 Seiten)

Sarah Alderson hat es mit diesem zweiten Band geschafft eine meiner neuen Lieblingsthrillerautoren zu werden. Ihre Bücher haben eine Sogwirkung, dass man sie einfach nicht zur Seite legen kann – so auch dieses Buch. Es ist unwahrscheinlich fesselnd und gut durchdacht, dass man auf viele Fäden und Wege nie gekommen wäre. Ich wurde wieder vollkommen verblüfft zurückgelassen und hoffe auf mehr.

 

9. „Das Buch der gelöschten Wörter“ von Mary E. Garner (Taschenbuch, 14,00€, 410 Seiten)

Viel erhofft und leider wenig bekommen. Der Weltenaufbau war mir nicht gänzlich neu, jedoch hätte man daraus einiges Mehr machen können. Das Buch enthält unglaublich viel Theorie und kaum spannende Handlung. Auch die Charaktere konnten mich leider nicht überzeugen und ich hatte mir einfach einiges Mehr von diesem Buch erwartet. Ich hoffe auf eine bessere Fortsetzung.

 

10. „Das Ende der siebten Ära – Schwarzes Blut“ von Louisa S. Reinwarth (eBook, 3,99€, 443 Seiten)

Gute Idee, leider schwache Umsetzung. Am Anfang hatte man kaum Luft zum Aufatmen, so schnell kam man von einem Geschehen ins Nächste. In der Mitte war es einfach perfekt geschrieben und machte plötzlich Lust auf Mehr. Jedoch zog sich die Geschichte dann immer mehr, je näher wir dem Ende kamen. Ob ich Band 2 lesen werde, kann ich noch nicht genau sagen. Wir werden es sehen.

 

Auch der Mai war wieder ein durchwachsener Lesemonat für mich mit neuen Highlights, vor allem aus der Feder von Sarah Alderson, sowie einigen Flops, auf welche ich mich eigentlich sehr gefreut hatte. Man bekommt nicht immer das, was man sich von den Büchern erhofft und vor allem merke ich auch immer wieder, dass mir Bücher oft nicht gefallen, obwohl so viele Andere davon überzeugt waren. Aber das ist auch vollkommen in Ordnung so, denn die Geschmäcker sind einfach verschieden und nur weil es anderen gefällt, muss es einem selbst nicht zwangsläufig auch so gehen. Ich hoffe nun, dass der Juni wieder viele tolle Bücher mit sich bringt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

%d Bloggern gefällt das: