Rezensionen

„Beta Hearts“ von Marie Grasshoff

Ihr Lieben,

mit Neon Birds hatte ich anfangs noch meine Probleme, da ich mich irgendwie nicht in der Welt zurechtgefunden hatte, aber Band 2 war dann ein richtiges Highlight für mich, weshalb ich unglaublich neugierig auf den finalen Teil dieser Reihe war und es kaum erwarten konnte zu erfahren, wie die Geschichte wohl enden wird. 

Auf den Inhalt selbst möchte ich auch diesmal nicht wirklich eingehen, da es bei finalen Teilen zu leicht zu Spoilern kommen kann. Ich kann nur sagen, dass ich diesen Band wieder ein wenig schwächer, aber keinesfalls schlecht fand. Alles bisher erlebte in den vorigen Bänden wurde zwar aufgelöst, es kam zum Ende, allerdings für mich nicht so, wie ich es erhofft habe. Dem Ende fehlte es etwas an Spannung, das Problem, welches in allen 3 Bänden primär behandelt wurde, war einfach zu schnell gelöst, zu einfach gelöst und es fehlte der gewisse Pepp, welchen man sich nach solch einer Zeit gewünscht hätte. 

Außerdem muss ich sagen, dass mir einige Aspekte noch zu offen sind. Es gibt Handlungsstränge, die auf ihre Art für diese Geschichte zwar gelöst sind und demnach nicht mehr existieren, allerdings gehen diese in Richtungen, die weitere Vermutungen offen lassen. Vielleicht wollte man damit die Möglichkeit lassen, dieses Universum doch noch weiter zu schreiben, vielleicht sollten wir uns als Leser aber auch eigene Entwicklungen erdenken – wie es geplant ist, wird wohl nur die Autorin selbst wissen 😉

Auch gab es eine Szene, welche ich zwar nachvollziehen kann, aber doch etwas unpassend fand. Mir ist bewusst, dass sie nur die folgenden Handlungen dramatisieren sollte, dass das Folgende noch unbegreiflicher wirkt, aber dennoch muss ich sagen, dass ich mir das anders gewünscht hätte, da dies einfach nicht ins Buch passte. Aber das kann auch eine reine Geschmackssache sein. Andere werden es gut finden, ich fand es eher unpassend.

Aber ansonsten war es einfach wieder ein tolles Erlebnis. Marie hat eine Schreibweise, der man gerne folgt – auch wenn ich das Buch gehört und nicht gelesen habe, aber Loius Friedemann Thiele lausche ich einfach zu gern 😉 Dieser Band ist vom Gefühl her ruhiger als seine Vorgänger, man hat deutlich mehr Ruhephasen, aber man merkt auch, wie sich alles fügt und sich aufklärt, demnach sind diese Momente nicht langweilig, sondern spannend. 

Viel sagen kann ich diesmal nicht, denn ich möchte keine Geschehnisse vorweg nehmen – ihr sollt das Finale ja selbst lesen und ihr kennt die sonstigen Beschreibungen ja schon aus meinen vorigen Rezensionen zu der Reihe 😉 Ich bin nun froh, dass ich diese Reihe beendet habe, aber auch traurig, mich von Okijen, Flover & Co. verabschieden zu müssen, denn die Charaktere der Reihe mochte ich wirklich sehr gern. Wo mich Anfangs noch das junge Alter gestört hatte, war es zum Ende hin passend und schlüssig, was zeigt, dass man einer Reihe und seinen Charakteren auch die Chance geben sollte, wenn der Anfang etwas holprig war.

Von mir gibt es für diese Reihe eine Leseempfehlung, denn auch wenn man wie ich eher seltener Sci-Fi liest, sind die Bücher toll zu lesen.

 

 

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