Rezensionen

„Böses Schweigen“ von B.C. Schiller

Ihr Lieben,

normalerweise bin ich von Büchern oft begeistert, die von Autorenpaaren geschrieben wurden. Jedoch kann ich das über „Böses Schweigen“ leider nicht behaupten, denn ich hatte während des Lesens immer wieder das Gefühl, dass während des Schreibens nicht ausgiebig miteinander gesprochen wurde und die Sätze, Aufbauten etc einfach nicht miteinander harmonieren. Die Idee der Geschichte war gar nicht verkehrt, jedoch wurde in meinen Augen das Potential, welches diese mit sich brachte, nicht ausgiebig ausgeschöpft.

Es geht um den Mord an Sophie Bernstein, einer mittelmäßigen Schauspielerin, welche Besessen davon war nachzuweisen, dass das berühmte Gemälde eigentlich in ihren Besitz gehört und dadurch einen Kampf gegen eine einflussreiche Familie vor Gericht verloren hat. Der Fall liegt 3 Jahre zurück, als Levi Kant ihn wieder aufnimmt und den Hinweisen auf die Spur ging. Er ahnt zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wie sehr er in den Fall bereits involviert war und bringt damit nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner Frau Rebecca in Gefahr.

Ich weiß gar nicht so recht, was ich zu diesem Buch noch sagen soll…Ich wahr ehrlich gesagt froh, als ich es beenden konnte und nicht weiter lesen musste. Für mich waren die Charaktere alle sehr blass, ich hatte nicht das Gefühl eine Verbindung zu ihnen aufbauen zu können und habe es auch nicht geschafft auch nur einen der Charaktere auch nur annähernd einschätzen zu können. Auch die Gespräche wirkten alle sehr aufgesetzt und krampfhaft – würde man sich diese im realen Leben oder in einem Film vorstellen, es würde nicht wie ein normales Gespräch wirken, sondern gestellt und nicht ehrlich. 

Die Rückblenden von Sophie in die Zeit vor ihre Ermordung sollten spannend wirken, aber auch dort hatte ich nicht das Gefühl bekommen, dass ich unbedingt wissen muss, wie es wohl weitergehen wird. Die Geschichte war auf ihre Art vorhersehbar, man ahnte immer wieder, was kommen würde, fragte sich aber bei manch anderen Situationen wieder, was diese mit der Geschichte zu tun haben und bekamt dadurch das Gefühl, dass diese Abschnitte nur geschrieben wurden, um die Seiten zu füllen (z.B. die Aufnahme einer Patienten bei sich zu Hause von der Psychologin Olivia – ich meine: Why??). 

Das Buch habe ich zusammen mit meiner Freundin Nadine gelesen und wir waren uns beide durchweg einig – für uns war es das erste Buch des Autoren-Duos, aber ich glaube nicht, dass einer von uns noch einmal dazu greifen wird. Ich danke ehrlich&anders für das Rezensionsexemplar, aber ich kann das Buch leider nicht besser bewerten, denn es wäre anderen Büchern in dem Genre gegenüber nicht fair.

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