Rezensionen

„Captum: Born. Twice“ von Isabel Kritzer

Ihr Lieben,

manchmal sind es diese Bücher, unter welchen man sich nicht viel vorstellen kann, die einen dennoch von der ersten Seite an begeistern können und uns gleich zu Beginn überzeugen. Mir ging es mit „Captum: Born. Twice“ von der lieben Isabel so, denn ich konnte mir beim Lesen des Klappentextes noch nicht so recht vorstellen, was für eine Geschichte ich da wohl bekommen werde und bin demnach ohne jegliche Erwartung ans Lesen des Buches gegangen. 

In diesem Buch begleiten wir David, welcher in ärmsten Verhältnissen Mexikos geboren und aufgewachsen ist und einfach seinem Leben entfliehen wollte. Mit dem Plan seine beste Freundin Mia an die Hand zu nehmen und abzuhauen, ging doch alles schief und er sah nicht mehr viel Sinn in seinem Leben. Doch die rettende Hand kam und man kann nur sagen –> Gott sei dank hat er sie ergriffen. Sein neues Leben führte ihn zwar immer wieder in die Vergangenheit, er trug seine Geister mit sich umher, aber der Wille, die Welt ein Stück weit zu verändern, trieb David immer weiter voran.

Captum wird in vielen Portalen etc. als Psychothriller geführt, dort würde ich ihn allerdings nicht einordnen, denn auch wenn die Geschehnisse grausam sind, ein Thriller ist es für mich nicht. Dennoch ist es ein Buch, welches unter die Haut geht und mich hat nachdenklich werden lassen. Denn alle Fiktion, alles erdachte in diesem Buch – es könnte genauso auch passieren. Nicht es könnte, es passiert und das ist etwas, das Isabel in eine wundervolle Geschichte gepackt hat, die berührt, schockiert und Hoffnung gibt. Eine Geschichte, welche mich nicht mehr losgelassen hat und welche ich wohl auch nicht zum letzten Mal gelesen haben werde.

Es ist eine unglaublich gute Storyline und man fliegt nur so durch die Seiten, immer mit dem Gedanken „Wie geht es wohl weiter“. Ein Buch über Freundschaft und Verlust, über Liebe und Verrat, über das Verlassen und Ankommen. David findet unglaublich tolle Freunde, die ihn den Großteil seines Lebens begleiten und ihm in jeder Lebenslage zur Seite stehen. Doch lernt man in dem Buch ebenso, dass man scheinbar nie alles über seine Freunde weiß, egal wie offen die Beziehung zueinander ist. Es kommt so schockierenden Schicksalen, zu Vorwürfen, zur Entzweiung und zum einander wiederfinden. Man durchlebt einfach so ziemlich alle Gefühle, die einem beim Lesen begegnen können und ich denke gerade das ist es, was dieses Buch so besonders macht.

Vor allem die Verbundenheit von Mia und David war deutlich zu spüren. Zu jeder Zeit war Mia bei ihm, begleitete ihn und gab ihm Kraft – wo sie doch eigentlich so weit weg war. Eine Freundschaft, die in Kindertagen entstand und einen im Leben nicht mehr los lässt – so etwas wünschen wir uns doch alle. Dieses Buch zeigt, wie tief Freundschaften reichen können. Wie tief man miteinander verwurzelt sein kann und wie sehr eine solche Freundschaft einem in schlimmen Momenten Hoffnung geben kann. Einfach großartig!

Hatte ich bei „Californias Next Magician“ noch ein Problem mit Isabels sehr detaillierten Beschreibung und bildlichen Dartstellung, war es hier genau richtig um alles zu transportieren, was die Geschichte hergeben kann. Captum ist für mich ein Buch welches zeigt, wie großartig Isabel schreibt und was für eine tolle Autorin sie ist.

Unabhängig von dem wirklich tollen Cover ist es eine Geschichte, die man gelesen haben sollte und die tief berührt. Ich hoffe auf weitere solcher großartigen Bücher von Isabel und kann euch allen nur empfehlen, mal einen genaueren Blick auf Captum zu werfen.

Isabel, danke, dass ich dein Buch lesen durfte

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