Rezensionen

„Crescent City – Wenn das Dunkel erwacht“ von Sarah J. Maas

Ihr Lieben,

an Crescent City von Sarah J. Maas kommt man kaum noch vorbei, sei es im Buchhandel oder auf Instagram – fast jeder hat es und die Meinungen könnten kaum geteilter sein. Nach dem Reich der sieben Höfe bin ich mit sehr hohen Erwartungen an dieses Buch gegangen, die unmöglich waren zu erreichen. Und ich kann auch noch immer nicht sagen, ob Maas es geschafft hat oder nicht. Aber was ich sagen kann –> dieses Buch hat mich fertig gemacht (und das nicht im Negativen).

Wir begleiten Bryce, welche Halb-Mensch und Halb-Fae ist, auf einem Weg, der wohl jeden von uns umhauen würde. Ihr Leben war geplant – aber immer in Zusammenhang mit ihrer besten Freundin Danika. Doch wird diese mit ihrem Gestaltwandlerrudel brutal ermordet und das wirft Bryce natürlich komplett aus der Bahn. Als zwei Jahre später der gleiche Dämon wieder sein Unwesen in Crescent City treibt, wird Bryce zusammen mit dem Engel Hunt Athalar dazu beauftragt, den Fall zu lösen. Doch es scheint aussichtslos, denn zu allem Überfluss treten noch weitere Probleme auf, denn die Beiden geraten nicht nur dem Täter selbst ins Visier.

Auf den Inhalt selbst werde ich nicht groß eingehen, denn es würde zu viel verraten. Das Buch baut sich einfach recht langsam auf, da die Welt in allen ihren Facetten erklärt werden muss und das braucht einfach Zeit. Sarah J. Maas schreibt sehr bildlich, sehr detailliert und das nagt etwas am Lesefluss der ersten Seiten, da es für viele wohl ermüdend werden kann. Doch gebt dem Buch eine Chance, denn man wird wirklich fürs Durchhalten belohnt. Ich habe mir auch oft gesagt „Wann geht es denn endlich richtig los, wann passiert denn mal was“, denn man wartete. Nach 200 Seiten dachte ich „na los, jetzt aber“, auch nach 300 und 400 Seiten hätte es an Fahrt zunehmen können. Es war keineswegs langweilig, aber dennoch habe ich mir dort mehr Spannung erhofft. 

Aber es kam der Punkt, der bei mir einen Schalter umlegte und dafür sorgte, dass ich kaum aufhören konnte zu lesen. Die Ereignisse begannen sich zu häufen und ich wusste kaum, was ich nun glauben sollte, denn es war einfach plötzlich so viel an Informationen, dass ich das kaum verarbeiten konnte. Wendungen, die ich nicht glauben wollte, ließen mich schockiert weiterlesen. Und doch gab es zwischendurch immer wieder Momente, die mich schmunzeln ließen und so alles etwas auflockerten.

Ich muss auch sagen, abgesehen davon, dass ich den Namen nicht wirklich gut finde und eher an einen männlichen Charakter denken musste, finde ich Bryce als Protagonistin unwahrscheinlich toll. Sie ist stark, unabhängig und kämpft für das, was sie liebt. Sie lässt sich von niemandem etwas sagen und steht über den Dingen, kann sich Fehler eingestehen und wirkt auf mich einfach durch und durch sympathisch. Sie lässt nach außen alles so aussehen, als sei ihr alles egal und feiern das einzig Wichtige in ihrem Leben. Aber nach näherer Betrachtung merkt man schnell, dass das nur eine Fassade ist und sie sich mit diesem Auftreten selbst schützen möchte. 

Auch Hunt ist wieder einer dieser Charaktere, von denen ich gern mehr lesen würde. Er hat einen üblen Ruf, keiner traut ihm so wirklich über den Weg. Aber auch er ist mir von Beginn an einer meiner liebsten Charaktere geworden, denn man sollte immer schauen, was in den Leuten steckt und sie nicht nur nach Hören-Sagen beurteilen – bewahrheitet sich bei Hunt definitiv.

Zusammen sind die Beiden ein Gespann, welches mir sehr gut gefällt (ich muss auch immer wieder etwas an Feyre und Rhysand aus Acotar denken, denn der Schlagabtausch zwischen Bryce und Hunt bringt einen doch immer mal wieder zum Lachen 😉 ) und ich freue mich darauf, weitere Abenteuer mit ihnen zu erleben. Es war schön zu beobachten, wie sie eine Freundschaft aufbauten und dem jeweils anderen komplett vertrauten.

Für mich ein Buch, was seine Zeit benötigt, die man der Geschichte aber auch geben sollte. Bei solch vielen Seiten, einer neuen Welt und den Beginn einer neuen Buchreihe ist es für mich auch nicht schlimm, dass die Geschichte sich nach und nach aufbaut und eher ruhiger beginnt. Das gehört dazu und hat man diesen Anfang geschafft, dann lohnt es sich so sehr und man kann sich über eine spannende und emotionale Geschichte freuen.

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