Rezensionen

„Daris & Leyla – Zwischen Sand und Sternen“ von Chrissy Em Rose

Ihr Lieben,

die Meisten von uns werden bestimmt im Laufe des Lebens Geschichten aus 1001 Nacht gelesen oder gesehen haben – bei mir war es in der Kindheit Aladdin, welchen ich immer gern geschaut habe. Passend dazu hat Chrissy Em Rose eine Märchenadaption geschrieben, bei welcher man direkt Lust auf die Filme unserer Kindheit bekommt – zumindest war es bei mir so.

Klappentext: Das Schicksal meint es nicht gut mit Daris. Von seinem besten Freund betrogen und um die Liebe seines Lebens gebracht, versinkt er in Selbstmitleid. Doch als der Sultan der Wüstenstadt Sirakin seine Heimat zu zerstören droht und seine große Liebe in Gefahr bringt, fasst Daris einen Entschluss:
Er will ihn aufhalten und die sagenumwobene Wunderlampe finden.
Als er sie jedoch in den Händen hält, schlüpft aus ihr kein rauchartiges Wesen, sondern die quirlige Dschinniya namens Leyla. Mit ihrer lebensfrohen Art verdreht sie ihm den Kopf. Aber am Ende muss sich Daris entscheiden: für die Rettung seiner Heimat oder die Liebe.

Der Klappentext klingt nicht nur unwahrscheinlich gut, die Geschichte konnte mich auch durchweg überzeugen. Normalerweise bin ich kein Fan von diesen orientalischen Geschichten – wobei ich nicht mal sagen kann, woran das liegt. Aber Chrissy Em Rose hat es geschafft, dass ich in der Geschichte war. Ich habe mit Daris und Leyla mit gefiebert. Mit ihnen gelkämpft und gehofft. Ich bin über den Markt gelaufen, ins Hamam gegangen und bin durch die Wüste durch den Sandsturm gestiefelt, um am Hafen anzukommen. Diese Geschichte hat es geschafft, dass ich alles um mich herum vergesse. Ich konnte mich total in ihr fallen lassen und war nicht bereit, dass sie jemals endet – daher hoffe ich sehr auf eine Fortsetzung.

Ich muss sagen, dass ich mit Daris teilweise meine Probleme hatte, denn dafür, dass er bereits Mitte Zwanzig ist, fand ich sein Verhalten teilweise etwas „kindisch“. Er war oft zickig und schlecht gelaunt, keiner konnte es ihm wirklich recht machen und er stellte sich gern als Opfer dar. Allerdings merkte man auch immer wieder, welchen Kampf er im Inneren ausgefochten hat und wie er einfach nicht weiß, wie er handeln soll. Man konnte bei ihm wirklich eine Entwicklung beobachten und zum Ende hin konnte ich ihn dann auch leiden 😉

Leyla hingegen mochte ich direkt, als sie auf der Bildfläche erschienen ist. Sie war frech und brachte eine Frische ins Buch, die vor allem Daris gebrauchen konnte. Zwar nahm sie sich die Dinge, die Daris sagte, oft sehr zu Herzen, aber sie verlor nie wirklich ihre Freude und blieb immer nett und freundlich. Ihre Begeisterung über die Dinge, Menschen und Orte, die ihr und Daris auf ihrem Weg begegnet sind, war deutlich spürbar und so wuchs sie mir beim Lesen von Seite zu Seite immer mehr ans Herz.

Wie von Chrissy Em Rose nicht anders gewohnt, ist die Geschichte wieder von Beginn an spannend geschrieben, ohne zu überladen zu wirken. Ich wollte das Buch kaum aus der Hand legen, wollte immer wissen, wie es weiter geht und fand so viel zu plötzlich das kleine Wörtchen „Ende“, für welches ich definitiv noch nicht bereit gewesen bin.

Egal, ob man orientalische Geschichten aus 1001 Nacht mag oder nicht – ich kann diese Geschichte wirklich jedem uneingeschränkt empfehlen und verspreche wirklich tolle Lesestunden.

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