Rezensionen

„Das Geheimnis der Schwingen: Feuer im Schatten“ von Aurelia L. Night

Ihr Lieben,

„Feuer im Schatten“ war mein erstes Buch von Aurelia L. Night, aber es konnte mich von Beginn an überzeugen. Ich war gefangen in der Welt, die die Autorin hier erschaffen hat und wollte nicht aufhören zu lesen. Schon als ich hörte, dass es um Drachen geht, war ich sofort neugierig und wollte direkt beginnen zu lesen, denn an diesen Wesen komme ich nur schwer vorbei. Doch ich hatte nicht erwartet, um welche Art Drachen es sich dabei handelt und war dadurch nur noch mehr begeistert.

„Feuer im Schatten“ erzählt die Geschichte von Sascha, dem ältesten Kind und Thronerben seines Landes. Doch von Geburt an bewahrt die Familie ein großes Geheimnis um ihn, welches niemals die Öffentlichkeit erfahren darf. Doch es kommt, wie es kommen muss – ausgerechnet sein größter Feind kommt hinter das Geheimnis und versucht nun dieses gegen Sascha und seine Familie zu verwenden. Ein tolles Abenteuer, bei welchem man gern mit fiebert.

Viel mehr möchte ich auch gar nicht auf den Inhalt eingehen, denn es würde der Geschichte zu viel wegnehmen. Ich kann nur sagen, dass Aurelia es schafft, uns Leser so sehr in den Bann zu ziehen, dass wir kaum noch wissen, wem man wirklich trauen kann und wem nicht. Wer ist Freund, wer Feind? Wer verrät wen und an wen kann man wirklich glauben? Dabei hat sie Charaktere erschaffen, die ich sofort lieben gelernt habe und der Geschichte etwas ganz Besonderes verleihen, denn sie sind von Grund auf authentisch und überzeugend in ihrer Art.

Die Welt, die hier erschaffen wurde, überzeugte vor allem durch die einzelnen Drachenvölker, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Während die einen zum Beispiel im Schatten wandeln können, ist es anderen möglich im Licht zu verschwinden. Einige Völker stehen zu 100% hinter ihrem König, andere haben vor ihrem Herrscher Angst und trauen dadurch niemandem. Durch diese Unterschiede kommt es zu einigen Machtspielen, die vor allem Saschas Leben komplett auf die Probe stellen.

Sascha als Charakter war für mich komplett überzeugend. So sehr ihm die auferlegte Bürde auch missfiel, er dachte zu Aller erst immer an seine Familie und sein Volk, stellte seine eigenen Wünsche hinten an – auch wenn dies von Tag zu Tag schwerer viel. Ich weiß nicht, ob ich so leben könnte, aber das zeigt für mich nur, was für ein starker Charakter Sascha tatsächlich ist, auch wenn er sich das selbst nur selten eingesteht.

Immer an Saschas Seite ist Rogan, der ihm nicht von der Seite weicht. Er unterrichtet ihn nicht nur im Kampf, er ist auch ein wahrer Freund. Egal welche Steine sich Sascha in den Weg stellen, Rogan steht immer hinter ihm, hilft ihm und findet einen Weg. Er stellt sich selbst hinten an, unterstützt Sascha in allen Lebenslagen und selbst als er hinter Saschas Geheimnis kommt, ist er nicht lange nachtragend über das Verschwiegene, sondern hält zu Sascha und passt auf, dass das Geheimnis ein Geheimnis bleibt. Ein Freund, wie ihn sich jeder wünscht.

Auch Colin ist ein für mich sehr interessanter Charakter. Als der Sohn des größten Feindes von Sascha und seinem Vater weiß man nie so wirklich, auf wessen Seite er nun wirklich steht. Auf der einen Seite glaubt man ihm, dass er anders ist als sein Vater, denn nicht jeder will in die ihm auferlegten Fußstapfen treten. Auf der anderen Seite ist er aber dennoch der Sohn seines Vaters und kann man ihm wirklich trauen?

Zwei Charaktere, die erst etwas später auftauchen, haben es mir aber auch gewaltig angetan – Caspar und Bastian. Gleich als sie in der Geschichte erscheinen, wusste ich, diese beiden kann man nur lieben. Sie überzeugen auf ihre humorvolle und leicht sarkastische Art, wie sie sich immer gegenseitig auf die Schippe nehmen und doch so königtreu sind, dass sie Sascha ohne zu Fragen blind folgen und ihr Leben im Kampf riskieren. Sie werden zu Verbündeten, die Sascha auf seinem Weg unbedingt braucht und helfen wo auch immer sie können.

Dieses Buch – es ist nicht nur wundervoll geschrieben, es enthält auch eine tolle Geschichte. Mir hat es so sehr gefallen Sascha auf seinem Abenteuer zu begleiten, zu sehen, wie er sich verliebt und bei dieser Liebe auch immer wieder nur an seine Familie denkt. Zu erleben, wie er über sich hinaus wächst und lernt, für sich und seine Wünsche einzustehen.

Die Reise ist hier noch nicht zu Ende und ich kann es kaum erwarten auch Band 2 dieser tollen Dilogie zu lesen. Für mich ein Highlight in diesem Jahr, der durch Aurelias Art so erfrischend anders ist.

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