Rezensionen

„Der Insasse“ von Sebastian Fitzek

Ihr Lieben,

ich liebe Fitzek seine Bücher, denn Spannung ist immer garantiert. Es macht Spaß in seine Thriller abzutauchen, welche so gänzlich anders sind als andere Bücher dieses Genres – aber auch immer wieder abgedreht und teilweise „unwirklich“, gar übertrieben. „Der Insasse“ reiht sich da gut mit ein und dennoch hatte ich zeitweise das Gefühl, dass die Geschichte nicht gänzlich neu ist, denn wer den Film „Shutter Island“ gesehen hat, wird einige Parallelen feststellen. Das störte mich jedoch nicht wirklich, denn das Buch ließ sich flüssig lesen und man wollte permanent wissen, wie es weiter geht. Nicht umsonst hatte ich es nach einem Tag durchgelesen 😉

Till Berghoff ist ein liebender Vater – zumindest war er das, bis vor einigen Monaten sein Sohn Max spurlos verschwunden ist. Danach ging nicht nur seine Ehe bergab, sondern auch sein restliches Leben geriet immer mehr aus den Fugen. Als er erfahren hatte, dass sich der mutmaßliche Täter von Max, Guido Tramnitz (die „Brutkasten-Bestie“), in einer Irrenanstalt in Berlin befindet, weiß Till sich nicht mehr anders zu helfen als sich selbst auch dort einweisen zu lassen mit Hilfe seines Schwagers. Er hofft sich irgendwie mit dem Mörder „anfreunden“ zu können, ihn so weit überzeugen zu können, dass er Till vertraut und ihm das Versteck von Max‘ Leiche nennt.

Es beginnt ein äußerst spannendes aber auch verwirrendes Buch. An keinem Punkt wusste ich, wohin genau es sich nun entwickeln würde, auch wenn ich gewisse Vermutungen hatte. Durch immer wieder neue Wendungen wurde der Leser auf eine Fährte geführt, um dann doch wieder eines Besseren belehrt zu werden. Es war ein typischer Fitzek – und doch auch wieder nicht. Die Geschichte war abwechlungsreich erzählt aus verschiedenen Perspektiven, weswegen keine Eintönigkeit in der Story aufkam.

Dennoch hätte ich mir vorab eine Warnung gewünscht, denn das Thema „Kindesmisshandlung“ wird hier nicht nur angekratzt, es steht permanent im Fokus und viele Handlungen und Taten Tramnitz‘ wurden sehr anschaulich beschrieben, was nicht jeder Leser einfach wegsteckt.

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