Rezensionen

„Die Birkenbraut und ihr Ungeheuer“ von Arianne L. Silbers

Ihr Lieben,

so wunderschön dieses Buch in seiner Optik ist, so sehr hatte ich dabei auch Angst, dass mich das Innere nicht überzeugen kann. Nach dem Lesen von „Die Birkenbraut und ihr Ungeheuer“ stellte ich aber fest, dass diese Sorge unbegründet war, denn mich hat das Buch gleich auf den ersten Seiten abholen und begeistern können.

Klappentext: Onora liebt Bücher und gute Geschichten – zwei Dinge, für die ihr kriegslustiger Clan nichts übrighat. Und so schließt sie sich eines Tages den weisen Drunen an, die tief im Wald das Wissen der gesamten Welt versteckt halten. Als Onora allerdings anfängt, von einer mysteriösen Tür aus Birkenholz zu träumen, wird ihr klar, dass die Drunen neben all ihren Chroniken auch Geheimnisse horten. Zusammen mit dem düsteren Hecser, der gegen seinen Willen zu ihrem Beschützer ernannt wird, schleicht sie sich schließlich in den Irrgarten der Gelehrten, um die Tür aus ihren Träumen zu finden. Doch je tiefer Onora sich in dem von Monstern bewachten Labyrinth verläuft, desto mehr weicht ihre Furcht vor dem mitleidlosen Krieger einem ganz anderen Gefühl, das sie ins Verderben stürzen könnte, sollte sie die Birkenholztür wirklich erreichen. Denn auch Hecser verbindet etwas mit der rätselhaften weißen Tür – ein Zauber, zu alt und finster, um einen Namen zu haben. Und nicht jeder Fluch lässt sich brechen …

Ja, was soll ich sagen? Ich habe das Buch aufgeschlagen und eine Geschichte bekommen, die ich kaum zur Seite legen wollte. Ich traf auf eine Welt voller Drunen. Einer Welt, die in einem Labyrinth ihren Lauf nahm und mich teilweise fragen ließ, was nun Wirklichkeit sein wird und was nicht. Die Reise von Onora fand ich faszinierend zu lesen und zu begleiten, auch wenn mir keiner der Charaktere wirklich nahe ging, aber dennoch passten sie in die Geschichte. „Die Birkenbraut und ihr Ungeheuer“ waren von der ersten bis zur letzten Seite ein magisches Erlebnis, welches ich unglaublich gern gelesen habe.

Ich kann auch nicht wirklich etwas an dem Buch aussetzen – was ich natürlich nicht schlimm finde 🙂 Einzig, dass ich die „Liebelei“ in der Geschichte nicht wirklich nachvollziehen konnte könnte ich hier anmerken, aber das kann auch einfach eine Geschmackssache sein – für mein Empfinden hätte das Buch diese nicht gebraucht, aber die Entwicklung daraus hat mir dann dennoch gefallen.

Man begleitet Onora auf einem Weg, wo sie versucht sich selbst zu finden und zu entdecken, wo sie wirklich hin gehört. Denn bei den Clans und ihrem lieblosen Vater findet sie keinen Anschluss und merkt deutlich, dass sie dort komplett fehl am Platz ist. Sie macht sich auf die Suche nach den Drunen – dem Volk ihrer verstorbenen Mutter – und begegnet dort Wesen, die ihr in vielen Dingen ähnlich sind und zum ersten Mal in ihrem Leben fühlt Onora sich heimisch. Zu Beobachten, wie Onora sich endlich einmal zugehörig fühlt, auch Freunde zu finden scheint, war für mich ein tolles Erlebnis, denn auch bei Onora selbst hat man dadurch Veränderungen beobachten können, die das gesamte Buch durch ihren Lauf nahmen.

Arianne L. Silbers hat einen tollen und leichten Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt und dennoch eine Spannung beim Lesen aufbaut, dass man einfach wissen möchte, wie es auf diesem Abenteuer wohl weitergehen wird. Ich hoffe auch ganz stark darauf, dass wir irgendwann einmal einen zweiten Band erhalten werden und erfahren, wie es Onora nach den Abenteuern im Labyrinth ergangen ist.

Für mich war die Geschichte wieder etwas Neues, was ich auf die Art noch nicht gelesen habe. Es ist zwar kein Highlight geworden, aber ich kann es dennoch jedem empfehlen, der zwischendurch einfach mal eine tolle Fantasygeschichte erleben möchte.

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

%d Bloggern gefällt das: