Rezensionen

„Die Legende Kalandrias – Friedenswächter“ von Rikki Lamur

Ihr Lieben,

ich lese unwahrscheinlich gern Bücher aus dem Selfpublishing und vor allem Debuts der Autoren machen mich oft neugierig, da man so im Laufe der Zeit eine Wandlung erlebt, wie sehr sich auch die Autoren weiterentwickeln. So war ich sehr gespannt auf das Debut von Rikki Lamur, was mich allein durch den Klappentext gleich direkt neugierig gemacht hat und ich mich aufs Lesen der Geschichte freute.

Doch worum geht es eigentlich? Die Protagonistin Ava wurde von ihrem Vater, König Alon, zur gefährlichen Kriegerin ohne Mitgefühl oder Nachsicht erzogen, da dieser durch dunkle Mächte alles Gute in sich verloren hat. Sie ist die rechte Hand ihres Vaters und so geht sie jedem seiner Befehle nach, ohne diese auch nur ein Mal zu hinterfragen. Doch bei einem ihrer Aufträge begegnet sie Kirú, dem Friedenswächter und dieser prophezeit ihr eine Zukunft, die sie sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorstellen kann.

Mir hat die Idee dieser Geschichte unglaublich gut gefallen, nur hatte ich mit der Umsetzung hier und da meine Probleme. Gleich zu Beginn fiel es mir leider sehr schwer in die Geschichte rein zu finden und zu verstehen, was es mit den drei Hütern – einem Löwen, einem Fuchs und einem Hirsch – und deren Blumen auf sich hat. Es dauerte eine Weile, bis ich den Sinn dahinter verstand und verlor leider dabei schon fast die Lust weiter zu lesen, denn 600 Seiten sind doch eine Menge. Aber als ich dann verstand, worum es ging, konnte ich mich ganz auf die Geschichte einlassen und diese in vielen Teilen auch genießen. Nur leider gab es ein paar Punkte, die für mich leider unlogisch vom Verlauf her waren, sodass ich in meinem Lesefluss immer wieder gebremst wurde, was ich sehr schade fand und dem Buch damit leider nicht gut tat.

Zu den Charakteren kann ich nur sagen, dass sie für mich nicht das widergespiegelt haben, was im Klappentext versprochen wurde. Ja, Alon und Ava sind nicht die nettesten Menschen in dieser Geschichte, jedoch merkt man schnell, dass dies scheinbar nur eine äußere Hülle ist, denn Alon kam mir oft doch sehr nachgiebig vor – gerade in Bezug auf Ava – und Ava selbst, in ihr habe ich nicht die erbarmungslose Kriegerin gesehen, auf die ich mich eigentlich gefreut hatte. Von Beginn an zeigte sie doch immer wieder Nachsicht und somit war mir schnell klar, dass sie anders handelt als anfangs gedacht und nicht diejenige ist, die sie vorgibt zu sein.

Beim Schreibstil muss ich sagen, dass ich hier einige Probleme hatte, wenn die Autorin ein und die selbe Person in einem Abschnitt mehrfach erwähnte. Anstatt einfach den Namen zu nennen oder „sie“ zu schreiben, waren es meistens eher Begriffe, die die aktuelle Situation oder Tätigkeit beschrieben, wie zum Beispiel „die Reiterin“, „die Kämpferin“ oder ähnliche Bezeichnungen. Gerade in Momenten, wo mehrere Charaktere in der gleichen Handlung vorkamen, hat mich das immer mal wieder beim Lesen stutzen lassen. 

Ansonsten war es eine tolle Idee der Geschichte, die ich sehr gemocht habe und auch gern weiterverfolgen möchte, da es mal ein neuer Aspekt von Fantasygeschichten ist, welche mir so noch nicht begegnet sind. Ich würde mir im weiteren Verlauf eine größere Rolle für die Hüter wünschen, da mir diese hier leider zu selten begegnet sind und ich sie sehr mochte, aber ich lasse mich gern im neuen Abenteuer überraschen, wen der bekannten Figuren wir wieder treffen werden.

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