Rezensionen

„Die Legende von Enyador“ von Mira Valentin

Ihr Lieben,

manchmal muss man zu seinem Glück gezwungen werden, das kennt ihr bestimmt auch. Mir geht es mit „Enyador“ so. Vor einigen Jahren haben meine Mama und ich eine Lesung von Mira Valentin auf der BuchBerlin besucht, bei welcher Mira so erkältet war, dass ihr Freund das Vorlesen übernehmen musste – aber schon damals fand ich es spannend, in die Welt von „Enyador“ abzutauchen. Seitdem erzählt mir meine Mama immer wieder, dass ich die Reihe unbedingt lesen soll – und wisst ihr was? Ich bin froh, dass ich das jetzt zusammen mit meiner lieben Freundin Maria angegangen bin, denn es ist eine wirklich faszinierende Welt, in welche Mira uns abtauchen lässt.

Klappentext: Vier Königssöhne. Vier Wünsche. Ein Schicksal. Seit Jahrhunderten kämpfen in Enyador Elben, Drachen und Dämonen um die Macht. Die Menschen wurden von den Elben unterworfen, ihre Erstgeborenen als Sklaven in den Krieg gegen die Drachen geschickt. Doch Tristan, ein Waisenjunge, widersetzt sich seinen Unterdrückern, anstatt an deren Grausamkeit zu verzweifeln. Dadurch löst er eine Reihe von Ereignissen aus…und eine uralte Prophezeiung erwacht zu neuem Leben.

Nicht nur der Klappentext klingt gut, auch die Geschichte selbst ist einfach lesenswert. Wie Mira Valentin diese aufgeteilt hat und wie jede Art gegeneinander kämpft, immer auf ihr eigenes Wohl bedacht – es hat einfach unglaublich Spaß gemacht zu lesen. Anfangs fragte man sich noch, wo die Schnittpunkte in der Geschichte wohl liegen werden, da jedes Kapitel einen anderen Charakter behandelt, aber es war spannend zu verfolgen, wie alle Fäden nach und nach zusammen führten. Jeder Charakter begann unter seinesgleichen, als das Abenteuer begann und doch waren sie alle auf irgendeine Art und Weise miteinander verbunden.

Auch wenn es in diesem Buch einige Charaktere gibt, die es heißt auseinander zu halten, ging das doch recht einfach und ich musste beim Kapitelwechsel nie lange überlegen, mit wem ich nun die nächsten Seiten reisen werde. Manches Mal hat man bei vielen verschiedenen Namen ja doch Probleme, aber hier ging es mir nicht so und ich habe mich auf jeden einzelnen von ihnen gefreut, wenn ich wieder ein Stück des Weges mit ihnen gehen durfte. Die Protagonisten haben auch alle ihre eigene Art, die beim Lesen sehr präsent ist und doch merkt man, wie sie sich auch weiterentwickeln und an sich selbst und ihren Aufgaben wachsen. 

Aber auch der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen. Wo ich „Nordblut“ von Mira eher für Erwachsene empfehlen würde, da es teilweise schon sehr anspruchsvoll zu lesen ist, denke ich, dass „Enyador“ auch definitiv etwas für jüngere Leser sein könnte, die das Lesen selbst vielleicht auch gerade erst für sich entdecken. Es ist locker und leicht geschrieben, man rast nur so durch die Seiten und doch wird es zu keinem Punkt langweilig. Die Spannung wird genau an den Punkten oben gehalten, wo es wichtig ist und doch gibt Mira uns immer wieder genug Pausen, das Geschehene zu verarbeiten – für mich perfekt zu lesen.

Ich bin mittlerweile einfach sehr froh, dass ich in diese fabelhafte Welt abtauchen durfte und freue mich darauf, bald auch im zweiten Band weiter zu lesen – denn man möchte nach dem Ende einfach nur wissen, wie die Reise wohl weitergehen wird. Klare Leseempfehlung!

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