Rezensionen

„Die Seelenlicht Chroniken – Yven & Dajana“ von Katrin Gindele

Ihr Lieben,

durch eine Insta-Story bin ich durch Zufall auf „Die Seelenlicht Chroniken“ gestoßen und auch der Klappentext sprach mich direkt an – perfekt für meine Zugfahrt nach Hamburg. Als ich zu lesen begann, wusste ich noch nicht so recht, was mich erwarten würde, aber durch den angenehmen lockeren und sehr lebendigen Schreibstil flog ich nur so durch die Seiten und tauchte immer tiefer in diese Geschichte ein, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Sie hat die Umgebung wundervoll beschrieben, sodass ich mir genau vorstellen konnte, wie die Welt wohl sein mag, die sie in ihrem Buch erschaffen hat.

Daja lebt in gutem Hause und man möchte meinen, dass es ihr an Nichts fehlt – doch Liebe, Zuwendung, Aufmerksamkeit – all das sucht sie bei ihren Eltern, die ständig unterwegs sind, vergeblich. Aufgezogen wird sie vielmehr von ihrer Köchin Martha und dem Buttler Phil, der ihr mehr Vater zu sein scheint als ihr eigener Dad. Um die Einsamkeit zu umgehen, um etwas sinnvolles zu tun, jobbt sie nebenbei in einem Club, in welchem sie schon so manch merkwürdiger Gestalten gesehen hat. Als sie eines Nachts kurz vor ihrem Heimweg von einigen wenig vertrauensvoll aussehenden Männern umringt wird, kommt ihr ein junger, vermeintlich fremder Kämpfer zu Hilfe. Noch ahnt Daja nicht, wie sehr ihr eigenes Schicksal mit dem des rätselhaften Retters verknüpft ist und sich schon bald ihr ganzes Leben auf den Kopf stellen wird.

Mit „Die Seelenlicht Chroniken“ hat Katrin Gindele genau meinen Geschmack getroffen, denn diese Art von Büchern liebe ich jedes Mal wieder aufs Neue. Eine starke, junge und vor allem selbstbewusste Frau, die sich von niemandem herumkommandieren lässt, ihren eigenen Kopf hat und diesen auch durchsetzt – solche Protagonisten sind bei mir immer gern gesehen und ich liebe es zu erfahren, in wie weit diese harte Schale doch durchbrochen werden kann. Es fällt Daja nicht leicht, Yven zu vertrauen und ihn nicht als Lügner und Geschichtenerzähler zu sehen und doch ist es immer wieder faszinierend, wie stark sich genau solche Charaktere gegen ihren Willen von ihrem Gegenüber angezogen fühlen. 

Vielleicht ist diese Idee der Seelenverbundenheit nicht neu, aber das ist auch vollkommen in Ordnung, solange das drumherum stimmt und das tut es hier definitiv. Die Welt und der Aufbau der Geschichte ist gut durchdacht, die einzelnen Verstrickungen der Charaktere und Handlungen sind logisch verbunden und die Charaktere sind durch die Reihe weg authentisch. Vor allem Phil ist mir sehr ans Herz gewachsen, da er sich so selbstlos um Daja gekümmert hat und ihr immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden hat. Er ist ein sympatischer Charakter und meint es definitiv gut mit Daja und ihrem Leben – was er in einigen Situationen mit Yven nur zu gut unter Beweis stellt 😉 Yven war mir anfangs sehr suspekt und ich wusste nicht so recht, wo ich ihn hinstecken sollte, da er auf der einen Seite (natürlich) sehr erwachsen und erfahren war, auf der anderen Seite aber bockig wie ein kleines Kind sein konnte und ich mehr als einmal dachte „Ach Yven“ – aber auch er wurde mir im Laufe der Geschichte immer sympatischer, sodass ich nicht nur für Daja, sondern auch für Yven sehr mitgefiebert habe.

Mir hat dieses Buch rundum gut gefallen, sodass ich es auch schnell durchgelesen habe und ich bin schon gespannt, welche Abenteuer uns in Band 2 erwarten werden.

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