Rezensionen

„Eine Weihnachtshochzeit im Schnee“ von Sarah Morgan

Ihr Lieben,

manchmal braucht man ein Buch, was direkt ins Herz geht und mir war von Beginn an klar, dass „Eine Weihnachshochzeit im Schnee“ dazugehören wird. Man hat kaum die erste Seite aufgeschlagen, schon befindet man sich mitten in der Story und fiebert mit den Charakteren mit.

Rosie möchte heiraten – doch sie kennt Dan erst seit wenigen Monaten, weshalb ihre Familie ihr nicht die Freude entgegen bringt, die sie sich erhofft hat. Während ihre Eltern eher damit ein Problem haben, dass die Hochzeit genau an Weihnachten stattfinden soll und dann auch noch im weit entfernten Amerika, geht es ihrer Schwester Katie eher um Dan selbst und sie vermutet, dass Rosie den schlimmsten Fehler ihres Lebens begehen wird und säht damit Zweifel in den Gedanken ihrer Schwester. Mit dem Gedanken die Hochzeit ihrer Schwester zu sabotieren reist Katie nach Amerika, doch warum verhalten sich ihre Eltern plötzlich so merkwürdig – ja, fast peinlich? Was Katie und Rosie nicht wissen – ihre Eltern leben seit mehreren Monaten getrennt, haben sich nur noch nicht getraut ihren Kindern zu sagen und die Hochzeit der jüngsten Tochter ist dafür ja nun auch nicht der geeignete Moment.

Diese und weitere Umstände sorgten dafür, dass wir Leser in der Geschichte eine Menge Gefühle durchleben. So führt das peinliche Flirten der Brauteltern zu einem Lacher nach dem Anderen, während andere Momente die Tränen flutartig laufen lassen. Für mich ist diese Geschichte eine perfekte Mischung, die wirklich genau in die Weihnachtszeit passt und eine Menge Alltagssituationen aufgreift, die dem Einen oder Anderen Leser wahrscheinlich bekannt vorkommt und dieser sich dadurch in die einzelnen Situationen hineinversetzen kann.

„Eine Weihnachtshochzeit im Schnee“ zeigt uns, dass keine Familie perfekt ist, dass jeder Einzelne sein Päckchen zu tragen hat und dass es manchmal das Wichtigste ist, über alles zu reden und dennoch zusammen zu halten. Dass es wichtig ist genauer hinzusehen, denn nicht jeder kann über alles reden, auch wenn es besser wäre es zu tun. Man sollte den Menschen in der eigenen Umgebung mehr Beachtung schenken und auch die kleinsten Anzeichen, dass irgendwas nicht stimmt, nicht einfach ignorieren – egal wie unangenehm die Situation auch zu sein scheint. Die Geschichte lehrt uns, dass man sich den Situationen stellen muss und dass man auch für seine Fehler einstehen sollte, denn eine ernst gemeinte Entschuldigung kann manchmal wahre Wunder wirken.

Neben all diesen wirklich wichtigen Themen, die im Buch direkt und indirekt behandelt werden, besticht die Geschichte aber vor allem durch wahre und authentische Charaktere. So merkt man immer wieder, wie sehr die Familie aneinander hängt und doch eigentlich nur das Beste füreinander möchte. Rosie ist noch sehr jung, lebensfroh und wechselt schnell ihre Meinung, weshalb Katie auch so besorgt ist in Hinblick auf die Hochzeit. Katie dagegen ist sehr ernst und lebt nur für ihre Job – jedoch lässt ein traumatisches Erlebnis ihr Leben und ihre Entscheidungen sehr überdenken. Dan wirkt wie der perfekte Schwiegersohn, der sich in allen Situationen genau richtig verhält – aber kann jemand wirklich so perfekt sein? Laut seinem besten Freund und Trauzeugen Jordan schon – welcher übrigens mein liebster Charakter in dem Buch war. Sie alle sind so unterschiedlich und doch könnte diese ungleiche Runde nicht besser zusammen passen.

Aber was mich neben dem wirklich sehr angenehm zu lesenden Schreibstil an dem Buch auch begeistert hat war das Setting. Ich meine…allein die Schneelandschaft in Aspen/Colorado wirkt ja schon zum Träumen schön. Aber die beschriebene Hotelanlage, die Lodge und ihre Baumhäuser – ich stelle mir das einfach unglaublich romantisch und vor allem gemütlich vor. Und vielleicht habe ich dadurch auch sehr Lust darauf bekommen Weihnachten in Colorado zu verbringen 😉

Dieses Buch konnte mich durchweg überzeugen. Ich wollte nicht, dass es endet. Ich wollte nicht Abschied nehmen von den Charakteren. Ich wollte noch länger in Aspen bleiben. Aber wie alles Schöne kommt auch ein Buch irgendwann zum Ende und lässt und leicht verlassen zurück. Aber ich freue mich darauf irgendwann wieder einmal „Eine Weihnachtshochzeit im Schnee“ in die Hand zu nehmen und mich in Colorados verschneite Berge zu träumen.

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