Rezensionen

„Ezlyn – Im Zeichen der Seherin“ von Karolyn Ciseau

Ihr Lieben,

durch Zufall bin ich auf das Buch „Ezlyn“ gestoßen, da ich es durch eine Buchbox erhalten habe und nein – ich habe vorher tatsächlich noch nichts darüber gehört. Eigentlich hatte ich es auch noch nicht so wirklich auf dem Schirm zum Lesen, aber durch ein spontanes Buddyread wurde es nun doch schneller begonnen als geplant und ihr könnt euch nicht vorstellen, wie froh ich darüber bin. Es hat nicht lang gedauert und ich war vom Schreibstil der Autorin gefangen, da man schnell in die Geschichte gefunden hat und diese dann auch flüssig lesen konnte. Nach dem ersten Kapitel war nicht nur mir, sondern auch meinen Mädels, mit denen ich es zusammen gelesen habe, klar, dass es ein tolles Buch wird – ich wusste nur nicht so ganz, in welche Richtung sich das Geschehen entwickeln würde.

Ezlyn ist eine Todesseherin – durch das Berühren der Hände kann sie ihrem Gegenüber den Tod voraussagen und somit helfen, diesen zu  Umgehen. Aber auch ihr eigenes Schicksal ist ihr somit früh bekannt gewesen und sie hat sich viele Jahre darauf vorbereitet diesem entgehen zu können. Als Ezlyn ihre Ausbildung beendet und an den Hof eines Lords kommt, um ihm und seinem Hof mit ihrer Gabe zu Diensten zu sein, läuft sie ihrem Schicksal jedoch direkt in die Arme. Sie versucht sich dagegen zu wehren, doch gegen seine eigenen Gefühle kommt man nur selten an.

Die gesamte Geschichte fand ich großartig umgesetzt und geschrieben. Jedoch lag für mich der Fokus der Geschichte nicht auf Ezlyns eigenem Schicksal und ihrer Gefühle, sondern eher auf den Machenschaften und Intrigen der Lords, was mich beim Lesen aber nicht weiter störte. Das Geschehen nahm immer weiter an Fahrt auf und endete in einem tollen und der Geschichte würdigem Finale. Für mein Empfinden war die Geschichte durchweg spannend und selten vorhersehbar. Ciseau schaffte es ihre Leser zu schocken und wenn man dachte, schlimmer würde es nicht mehr kommen, hat man sich doch wieder täuschen lassen. Nach jedem Zerschmettern des Herzens wurde es noch einmal eine Stufe grausamer. Es kam zu Morden, die nicht hätten sein müssen und das Leserherz schwer belastet haben – ja auch meines. Einige Handlungen oder auch Entscheidungen waren vielleicht nicht nachvollziehbar, aber dennoch wichtig für den weiteren Verlauf der Handlung.

Ezlyn ist eine Protagonistin, wie ich sie liebe. Für mich machen starke Charaktere aus, dass sie in einer Welt, in welcher sie nichts zu sagen oder zu entscheiden haben, dennoch ihre eigenen Wege gehen und sich selten an Regeln halten – und Ezlyn zähle ich definitiv dazu. Sie war mir von Anfang an sympatisch, das sie sich von niemandem etwas sagen lässt und immer wieder Wege und Möglichkeiten findet, ihren eigenen Wünschen und Vorstellungen nach zu gehen.

Dorian, der Schattenkrieger, wirkte anfangs unnahbar und kalt, als wäre das Morden für ihn nicht nur ein Beruf, sondern auch seine Leidenschaft und sein Lebensinhalt. Im Verlauf der Geschichte jedoch wurde immer deutlicher, dass nicht alles so ist wie es zu sein scheint und dass er definitiv das Herz am rechten Fleck hat.

Malachi, der Sohn des Lords, war für mich lange Zeit undurchsichtig. Ich wusste nicht recht, wie ich ihn einschätzen sollte, da er oft auch widersprüchlich handelte und man einfach nicht schlau aus ihm wurde. Doch je weiter die Geschichte voran geschritten ist, je mehr erkannte man sein wahres Gesicht.

Ich kann für dieses Buch nur eine klare Leseempfehlung aussprechen, denn sie hat mich von Anfang bis Ende einfach nur begeistert und ich hoffe sehr, dass es irgendwann ein Wiedersehen mit Ezlyn und Dorian geben wird.

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