Rezensionen

„Hannahs Traum“ von Melanie Strohmaier

Ihr Lieben,

Wahrheit oder Traum? Wie erkennt man den Unterschied? Woher möchte man wissen, was wirklich passiert und was man träumt? Und was würdet ihr tun, wenn euer Leben plötzlich auf den Kopf gestellt wird und ihr nicht mehr wisst, wer ihr eigentlich sei?

Diese und viele weitere Fragen muss Hannah sich immer wieder stellen. Sie hat bei einem tragischen Brand ihre Eltern verloren und versucht dennoch ihr Leben zu genießen. Doch plötzlich bekommt sie immer wieder starke Schmerzen, Migräneanfälle und sogar Blackouts. Die Ärzte sind ratlos, schieben es auf die Psyche und lassen sie mit ihrem Problem allein. Doch als sie plötzlich auf einem Dorffest einem Jungen durch ein Portal in eine Fremde Welt folgt, muss sie feststellen, dass es Dinge gibt, an welche sie bisher nicht geglaubt hat und sie erfährt Dinge über ihre eigene Vergangenheit, die ihr bisheriges Leben komplett auf den Kopf stellen. Immer an ihrer Seite dabei ist Finley, welchem sie bisher nie begegnet ist und doch so bekannt vorkommt. Doch woher?

Ich muss sagen, ich habe vorher einiges Gutes über „Hannahs Traum“ gehört, mich aber ehrlicherweise nie weiter damit beschäftigt. Doch nun, nach dem Lesen, bin ich so froh, dass Melanie Strohmaier wieder darauf aufmerksam machte, ich drüber gestolpert bin und es lesen durfte, denn die Geschichte ging mir sehr ans Herz. Es ist eine Wohlfühlgeschichte mit viel Liebe, Spannung und Herzschmerz. Ich habe mich in der Geschichte wirklich gut aufgehoben gefühlt und schwankte mit Hannah zusammen zwischen Traum und Realität. Ich litt mit ihr unter ihren Schmerzen und verliebte mich mit ihr in Fin. Sie ist eine sehr sympatische Protagonistin und ich liebe ihren Sarkasmus, der immer genau an der richtigen Stelle kam – auch wenn nicht jeder ihrer Gesprächspartner damit umgehen konnte. Hannah ist eine starke junge Frau und wächst im Laufe der Geschichte über sich selbst hinaus, lernt, was wirklich im Leben zählt und versucht die richtigen Entscheidungen zu treffen. Aber auch die anderen Charaktere waren mir auf Anhieb sympatisch. Finley ist die perfekte Mischung aus misstrauischem jungen Mann und frisch verliebten Jungen, welcher definitiv viele Mädchenherzen erreichen würde, wäre er real. Hannahs beste Freundin Lynn war auf ihre verquere lebensfrohe und leicht verrückte Art einfach liebenswert und seien wir mal ehrlich – so eine beste Freundin würden wir uns doch alle wünschen 😉  Und auch Sam, Hannahs sympatischer Nachbar, ist ihr ein wunderbarer Freund geworden und es war toll zu sehen, wie er sie und Lynn in allem unterstützt. 

Vor allem die Gestaltung der Anderswelt, in welche Hannah immer wieder eintaucht, hat mir gut gefallen und ich konnte mir bildlich vorstellen, wie es dort aussieht und habe das Buch wie einen Film vor meinen Augen ablaufen lassen. Ein bisschen musste ich immer an die Umgebung aus „Der Herr der Ringe“ denken und habe mich daher dort sehr wohl gefühlt. Den Übergang von der realen in die Anderswelt hat die Autorin wunderbar beschrieben und man konnte den Wechsel sehr gut nachvollziehen. 

Und habt ihr euch schon gefragt, wer eigentlich diese wunderschöne junge Frau auf dem Cover des Buches ist? Es wurde nicht nur von der Autorin selbst gestaltet, es zeigt auch sie selbst und ich finde, dass es perfekt gewählt ist, denn persönlicher könnte ein Cover nicht sein und ein bisschen hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass Melanie Strohmaier dort nicht nur Hannahs Geschichte erzählt, sondern auch eine ganze Menge von ihr selbst enthalten ist.

Ich kann dieses Buch wirklich jedem Romantasyleser empfehlen und hoffe, dass es noch ganz viele Herzen erwärmen und in vielen Buchregalen zu finden sein wird.

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