Rezensionen

„Jäger der Schatten“ von Rebecca Andel

Ihr Lieben,

bei „Jäger der Schatten“ war es um mich schon geschehen, als ich dieses wundervolle Cover gesehen habe – es machte mich einfach direkt neugierig auf die Geschichte dahinter. Auch der Klappentext versprach mir eine tolle Geschichte und so habe ich mich sehr darauf gefreut in die Tiefen dieser Welt einzutauchen.

In diesem Buch begleiten wir Louise, die aufgrund ihres ungewöhnlichen Aussehens viele Namen hat – keiner davon ist schmeichelhaft. Sie lebt im Zirkus und muss dort alle Demütigungen der Besucher über sich ergehen lassen. Ihr einziger Lichtblick am Tag ist der Moment, wenn sie Eli, dem Trapeztänzer, bei seiner Aufführung zuschauen kann. Doch plötzlich wird Eli entführt und als er Tage später zurück kommt, ist er nicht mehr der Eli, den Louise kannte. Er ist komplett ausgewechselt und Louise vertraut ihm nicht mehr. Als sie der Sache nachgeht, stößt sie auf eine alte Legende, die man sich nur flüsternd weiter erzählt – über Wesen, die in den Schatten wohnen und Rache an den Menschen fordern.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich es genossen habe, diese Geschichte zu lesen. Zwar wäre noch ein wenig Luft nach oben, aber für mich war die Geschichte mal etwas Anderes. Gerade das Setting – wann liest man schon mal eine Geschichte, die im Zirkus spielt? Es hat mir wirklich gefallen, dass dieses Buch allein damit heraussticht. Auch die Geschichte konnte mich überzeugen, da es für mich sehr spannend war, Louise auf ihrer Suche nach Antworten zu begleiten. Zu erleben, wie sie sich auch über Anweisungen hinwegsetzt und versucht, eine Lösung zu finden hat mich einfach begeistert. Zwar finde ich ihren Umgang mit dem Odinskraut etwas fraglich, da dies falsche Bilder an vor allem jüngere Leser und Leserinnen vermitteln könnte, aber ich fand es dennoch interessant zu sehen, wie sehr dieses Kraut ihre Wahrnehmung beeinträchtigt und sie trotz der Abhängigkeit immer ein Stückchen weiter bringt.

Die Charaktere fand ich teilweise etwas blass, weshalb ich einige davon nicht wirklich einschätzen konnte. Da hätte ich mir eine bessere Ausarbeitung erhofft, aber sie passten dennoch meist gut ins Geschehen. Louise war eher eine ruhige Person, die zwar gedanklich eine eigene Meinung hatte, diese aber leider nur äußerst selten mit den anderen geteilt hat – ich denke, dass dies gerade daran liegt, wie sie aufgewachsen ist und es ihr somit an genügend Selbstvertrauen mangelt. Aber ich hätte mir gewünscht, dass sie sich auch mal für sich selbst einsetzt und den anderen so zeigt, dass sie auch stark sein kann, wenn sie das möchte. 

Mein liebster Charakter in dem Buch war definitiv der kleine Maku, der zwar hörte, was Louise ihm sagte, aber dennoch nach seinem eigenen Kopf gehandelt hat. Er wollte beweisen, dass er nicht nur ein Kind ist, sondern auch helfen kann, wofür ich ihn einfach nur noch niedlicher fand. Er hat sehr viel Positives in diese Geschichte gebracht und ist dabei mein kleiner Held geworden.

Auch wenn diese Geschichte noch Potential gehabt hätte, etwas „Größeres“ zu werden, finde ich sie dennoch total gelungen und ich hatte viel Spaß beim Lesen. Das Ende war so anders, als ich es mir vorher gedacht hatte, aber passte dennoch gut in die Geschichte. Also wer mal etwas Neues lesen möchte, wird mit „Jäger der Schatten“ definitiv seine Freude haben.

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