Rezensionen

„Jeder Anfang mit dir“ von Marc Levy

Ihr Lieben,

wieder gab es ein neues Buch von Marc Levy und wieder hatte ich große Erwartungen an das Buch, da ich bisher von keinem seiner Werke enttäuscht wurde. Doch dieses Mal hatte ich meine Probleme mit dem Buch, die erst im Laufe des Geschehens in den Hintergrund rückten und mir nach und nach eine Geschichte gaben, die mich zum Schluss doch noch tief berühren konnte.

Klappentext: Hope, Josh und Luke lernen sich im Medizinstudium kennen und sind schon bald ein unzertrennliches Gespann – bis Hope eines Tages erfährt, dass sie nicht mehr lange zu leben hat. Josh, heimlich in sie verliebt, fasst einen unglaublichen Plan, der nach ferner Zukunft klingt, in den Laboratorien der Bostoner Universität aber schon Wirklichkeit werden kann: Er will Hopes Gedächtnis kopieren und es auf jemand anderen übertragen, sobald die Wissenschaft dazu in der Lage ist. So müsste er sich lediglich von Hopes Körper verabschieden, nicht aber von der Essenz ihres Wesens. Dies ist die einzige Chance der beiden auf ein gemeinsames Morgen …

Klingt nach einer tollen Geschichte, oder? Das fand ich auch – aber warum viel mir der Einstieg so schwer? Das ist recht einfach zu erklären, denn für mich war das Tempo der Geschichte die ersten hundert Seiten einfach zu schnell. Manche Szenen waren gerade mal 5 Zeilen lang und ich fragte mich, was diese nun aussagen sollten. Die Wechsel kamen leider zu schnell und es wirkte teilweise einfach wie das Abhaken von Stichpunkten, dass auch keine dieser Szenen im Buch fehlt – darunter litt die Geschichte, denn es kam einfach kein Gefühl auf.

Durch diesen recht holprigen Anfang ist es mir auch sehr schwer gefallen, zu verstehen, wo die Verbindung zwischen Hope und Josh so plötzlich hergekommen ist – erst später im Buch spürte ich die tiefe Verbundenheit der Beiden und alles rundherum machte mehr Sinn für mich. Ich hatte auch meine Probleme mit Hope – sie wirkte mir oft zu aufgekratzt und zu sehr von sich selbst überzeugt, aber auch das legte sich irgendwann. Josh und Luke hingegen waren mir direkt sympathisch und ich fand die Freundschaft zwischen den Beiden toll zu beobachten. Das Trio hätte unterschiedlicher kaum sein können und doch haben sie wunderbar miteinander harmoniert – auch wenn nicht jeder ehrlich zu den anderen war, es hat einfach gepasst und sie haben zusammen gehalten.

Gerade als es um Hopes Krankheit ging und klar wurde, dass sie nicht mehr lange zu leben haben wird, wurde der Zusammenhalt der Freunde deutlich sichtbar und der Kampf um Hopes Leben…es wurde doch sehr emotional und riss damit fast alles raus, was mir vorher im Buch gefehlt hat.

Verglichen mit anderen seiner Bücher ist dieses zwar etwas schwächer, aber ich denke, wenn man ihm eine Chance gibt und nicht zu früh abbricht, werden einige doch noch froh über diese Geschichte sein, die zwar teilweise durch sehr viel Naturwissenschaftliche Begriffe an Emotionen verloren hat, aber dennoch durch eine tiefe Verbindung der Protagonisten überzeugen konnte. 

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