Dies und Das

Konzert Jeanette Biedermann – 09.02.2020 Huxleys neue Welt – Berlin

Ihr Lieben,

jeder von uns wird heute noch Musik von Künstlern hören, welche uns gefühlt unser ganzes Leben begleiten. Künstler, bei denen wir von der ersten Single an dabei waren, alle erschienen Alben zu Hause haben – auch in mehreren Ausführen. Künstler, bei welchen wir kaum ein Konzert verpasst haben und welche uns auch heute noch musikalisch begleiten.

Auch ich habe in meiner Jugend diverse Bands und Soloartists geliebt und in Dauerschleife gehört – oft auch zum Leidwesen meiner Eltern, welche diese Liebe nicht nachvollziehen konnten Natürlich war da auch jede Menge Musik dabei, bei welcher ich mich heute frage, ob ich damals Tomaten auf den Ohren hatte. Aber dazwischen gibt es auch einige Künstler, die ich noch heute gern höre und bei welchen ich mich über jedes neue Lied, jede CD und jedes mögliche Konzert, auf welches ich gehen kann, tierisch freue.

 

 

Einer dieser Künstler ist Jeanette Biedermann. Im vergangenen Jahr feierte sie ihr 20-jähriges Bühnenjubiläum und es ist irgendwie erschreckend zu sehen, dass ich bewusst von Anfang an dabei war – man wird eben doch nicht jünger Aber schon damals, als sie ihre erste Single „Go Back“ rausgebracht hat, war ich nicht nur von ihrer Musik, sondern auch von ihr als Person fasziniert, denn bis dato kannte ich sie nur als „Marie“ in der uns allen bekannten Serie „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ und war überrascht von den Talenten, die in ihr schlummerten.

Ich kann nicht sagen, auf wie vielen ihrer Konzerte ich war – definitiv ist sie die Künstlerin, bei welchen ich die meisten Karten gekauft habe. Und ganz nebenbei ist sie auch die Künstlerin, bei welcher ich mein erstes Konzert besucht habe. 2002 in der Columbia Halle in Berlin im zarten Alter von 13 Jahren durfte ich mit meiner Freundin zu Jeanettes „Delicious“-Tour – mit Samajona als Vorband Ich weiß noch, wie aufgeregt ich damals gewesen bin, denn als Teenie ist es doch immer eines der größten und tollsten Erlebnisse seine Idole auf der Bühne zu erleben, in einem Raum mit ihnen zu sein – und ganz wichtig – die gleiche Luft wie sie zu atmen Es war ein tolles Ereignis für mich, an welches ich auch heute noch gern zurück denke.

 

Es folgten viele weitere Konzerte von Jeanette, auf welche ich gehen durfte. Oftmals in Begleitung meines Kumpels Benny, der ihre Musik mindestens genauso geliebt hat wie ich. Wir hatten mit Jeanettes Musik definitiv tolle Abende, denn sie schaffte es in all den Jahren ihr Publikum immer zu begeistern und gute Laune zu verbreiten. Es war toll mit anzusehen, wie sie sich immer weiter entwickelte. Es war toll mit ihrer Musik aufzuwachsen. Und es war toll zu erleben, wie sie immer weiter über sich hinaus wuchs. Viele waren skeptisch, als sie plötzlich vor gut 10 Jahren die Band „Ewig“ mit ihrem Mann Jörg und ihrem Freund Christian gründete – plötzlich auf deutsch gesungen hat. Aber für mein eigenes Empfinden war es genau der richtige Schritt, denn ich fand, dass sie in ihrer Muttersprache deutlich mehr Gefühl transportieren konnte als auf Englisch. Ein großes und tolles Erlebnis dabei war für mich, als ich vor knapp 9 Jahren zu einem dieser Konzerte in den Columbia Club in Berlin ging und die Band anschließend noch Autogramme gab und uns Fans die Möglichkeit gegeben hat Fotos mit den Dreien zu machen – für mich eines der besten Erlebnisse mit Musikern bisher. Nach vielen Jahren hatte ich endlich ein gemeinsames Foto mit Jeanette und wüsste ich heute noch, wo auf meiner Festplatte ich dieses gespeichert habe, würde ich es mittlerweile wahrscheinlich auf rahmen – aber davor muss ich erstmal auf die Suche gehen

 

 

Trotz all dieser tollen Erlebnisse, die ich Jeanette ihrer Musik zu verdanken habe, war das Konzert am vergangenen Sonntag für mich dennoch bisher das Beste, welches ich mit ihr erlebt habe. Ich konnte meinem Mann zeigen, welche Musik mich meine gesamte Jugend über begleitet hat und welche Konzerte ich so geliebt habe – und doch war es so anders als damals. Es war persönlicher, es war reduzierter ohne großes Tamtam und doch war es so viel besser, da diesmal nicht die große Show das Wichtigste war sondern Jeanette und ihre Band im Mittelpunkt stand. Ich liebe ihre neue Musik und ich bin der Meinung, dass diese so viel mehr ausdrückt, wer sie eigentlich ist, als es „How its got to be“, „Right now“ oder „Rockin‘ on heavens Flor“ jemals gekonnt hätten. Ich habe dem Konzert nun mehrere Monate entgegen gefiebert und war wirklich traurig, als es dann vorbei gewesen ist. Es waren tolle Stunden und ich hätte Jeanette ewig weiter zuhören können, denn mein Mann und ich hatten mehr als nur einmal Gänsehaut.

 

 

 

 

Jeder, der noch an ihrer Musik zweifelt – gebt ihr eine Chance. Hört euch ihre Texte an, achtet darauf, was sie für Gefühle transportieren sollen und besucht ihre Konzerte – sie sind besondere Momente und ihr werdet es definitiv nicht bereuen.

Jeanette – danke für dieses Konzert. Danke für deine 20 Jahre Musik

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