Rezensionen

„Meeresglühen – Geheimnis in der Tiefe“ von Anna Fleck

Ihr Lieben,

auf „Meeresglühen“ von Anna Fleck habe ich mich ab dem Moment gefreut, wo ich das finale Cover und den Klappentext dazu gesehen habe, denn es machte mich direkt neugierig. Es klang nach einem tollen Jugendbuch mit einem spannenden Abenteuer, das Meer spielte eine große Rolle – klingt doch einfach nur perfekt oder nicht? Für mich stand direkt fest, dass ich das Buch lesen möchte und ich danke dem Coppenrath Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars (was meine Meinung aber nicht beeinflusst hat).

Wir begleiten Ella und Aris, die sich während Ellas Urlaub bei ihrer Großmutter am Strand kennenlernen. Aris scheint auf den ersten Blick einen Surfunfall gehabt zu haben und Ella möchte ihm nur helfen. Doch schnell merkt sie, dass an ihm etwas anders ist – er birgt ein Geheimnis, welches Ella lüften möchte, doch sie kommt schnell in eine Welt, die sie so nicht erwartet hat und begegnet Wesen, die sie sonst nur aus Büchern kannte. 

Zuerst möchte ich noch einmal erwähnen, wie wundervoll dieses Cover gelungen ist. Es birgt so viele faszinierende Details, dass man regelrecht ins Schwärmen gerät, sobald man es betrachtet. Es passt so wundervoll zur Geschichte und ich bin nach wie vor einfach verliebt in dieses Design. Hier fand ich auch besonders gut, dass der Verlag die Leser zwischen zwei Covermöglichkeiten hat entscheiden lassen – mein Favorit ist es schlussendlich auch geworden und es ist einfach eines der Bücher, die man immer wieder bestaunen kann.

Aber nun zum Inhalt. Ich muss sagen, dass ich anfangs nicht ganz durchgesehen habe, worum es eigentlich gehen soll. Der Anfang zog sich leider ziemlich in die Länge und ich hatte dadurch Probleme mich wirklich noch für die Geschichte zu interessieren. Ich hatte schon das Gefühl, dass es zwar ein hübsches Äußeres hat, aber der Inhalt nicht überzeugen wird. Doch dann kam ein Punkt, der alles umdrehte und ich konnte kaum noch aufhören zu lesen. Die Story wurde von Seite zu Seite spannender, Ella und Aris gerieten immer mehr in Gefahr und Situationen, die ich so nicht erwartet hätte, machten das Buch zu einem einzigen großen Abenteuer und änderte meine Meinung auf einen Schlag. 

Zu den Charakteren – mit Ella wurde ich anfangs noch nicht so ganz warm und wir brauchten unsere Zeit, bis wir uns aneinander gewöhnten, denn vor allem ihre vielen Gedanken waren mir an manchen Stellen zu viel. Aber sie entwickelte sich zu einem tollen Charakter und bewies in Situationen Stärke, wo andere schon lange aufgegeben hätten. Auf der anderen Seite war sie aber ein kleiner Tollpatsch, was sie mir dann direkt sympathisch machte – denn ich konnte mich selbst teilweise in ihr sehen.

Bei Aris weiß ich noch nicht so ganz, wie ich ihn einordnen soll. Er wirkte immer recht zurückhaltend und dadurch teilweise auch etwas blass auf mich, aber das machte ihn nicht weniger interessant, denn er spielt eine große und wichtige Rolle in diesem Buch und ohne ihn würde dieses Abenteuer gar nicht erst existieren. Was ich immer zum Schmunzeln fand, waren die Situationen, in welchen Ella mit Begriffen um sich schmiss, die Aris in seiner Welt gar nicht kannte und es so zu humorvollen Momenten kam.

Den Schreibstil von Anna Fleck mochte ich sehr gern, denn er war zwar sehr bildlich, aber nicht auf die Art, dass es schnell zu viel wird, sondern genau richtig. Man fliegt bei ihr durch die Seiten und sie baute nach und nach eine Spannung auf, die sich bis zum Ende hin zog. 

Nun bin ich sehr gespannt, wie die Reise der Beiden wohl weitergehen wird – gerade nach diesem Ende, welches mich etwas zerstört zurückgelassen hat. Aber ich freue mich auf die Fortsetzung und kann allen sagen – auch wenn das Buch anfangs seine Längen hat, haltet durch, denn es lohnt sich so sehr und wir Leser bekommen eine tolle Geschichte, die neugierig auf mehr macht.

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