Rezensionen

„Ophelia Scale: Die Welt wird brennen“ von Lena Kiefer

Ihr Lieben,

obwohl ich schon von so vielen Leuten gehört habe, wie toll die Reihe „Ophelia Scale“ sein soll und ich die Bücher seit über einem halben Jahr im Regal hatte, habe ich mich noch nicht dazu bringen können die Bücher zu beginnen. Aber ich bin dann ganz spontan zu einem Buddyread mit ganz lieben Mädels dazu gestoßen und jetzt im Nachhinein sooo sooo froh darüber, denn ich fand das Buch einfach nur klasse, dass ich mich hinterher wirklich gefragt habe, warum ich mich so dagegen gesträubt hab.

Ophelia Scale lebt in einer Welt, in welcher die Technik vom König fast gänzlich verbannt wurde. Sie hat sich dem Widerstand angeschlossen, denn ein Leben ohne Technik kommt für Ophelia nicht in Frage. Als sie die Chance bekommt sich beim Geheimdienst des Königs zu bewerben, überlegt sie nicht lang, denn nie ist eine größere Chance für ihr Ziel da gewesen. Doch angekommen am Hofe gerät ihre Welt ins Taumeln, denn sie lernt Lucien kennen, den Bruder des Königs und ehe sie sich versieht, hat sie sich in ihn verliebt und nichts ist mehr so, wie sie es kannte. Welche Seite ist die Richtige?

Das Buch beginnt gleich mitten im Geschehen, von der ersten Seite an kämpft Ophelia für sich und den Widerstand und man erfährt, wie das Leben im Brighton der Zukunft sein wird. Solche Bucheinstiege mag ich sehr gern, denn man hat nicht diese langen Einführungsphasen, in welchen die Welt in viel Theorie erklärt wird, sondern lernt diese nach und nach anhand der Handlung kennen. Doch wie ist die Welt in der Zukunft? Wie leben die Menschen? Alles geht wieder auf das Minimum zurück und doch gibt es eine Vielzahl von Leuten, die mit dieser Entwicklung glücklich sind. Es gibt hier nicht nur die normalen 2 Seiten, dass man entweder glücklich ist mit der Entscheidung des Königs oder so wie der Widerstand nicht damit leben möchte. Es gibt auch Leute, wie Ophelias Vater, die sich dem System angepasst, es akzeptiert haben, aber die damit doch nicht glücklich sind – ob sie es nun zugeben wollen oder nicht. 

Die Auswahl der Bewerber für des Königs Leibgarde ist hart und Ophelia kommt dort ebenso an ihre Grenzen wie viele andere. Auch die Ausbildung selbst ist kein Zuckerschlecken, aber dennoch schafft sie es ihren Weg dort zu finden, ohne ihr Ziel aus den Augen zu verlieren. Doch das ist nicht so leicht, denn Lucien verdreht ihr schon ganz schön den Kopf. Selbst als Leser wusste ich nicht, wem ich glauben sollte, welche Version die richtige ist und auch jetzt noch nach dem Ende kann ich nicht sagen, auf welcher Seite ich stehen würde, denn Lena Kiefer führt uns beim Lesen wirklich an der Nase herum. Ich bin daher nicht sehr traurig, dass die Trilogie schon komplett ist und wir in den nächsten Tagen mit Band 2 weiterlesen können 😉

Ich mag Ophelia als Charakter eigentlich sehr gern, denn sie steht für das ein, was sie liebt – ihre Freunde und ihre Familie. Aber dennoch merkte man, dass sie noch sehr jung ist, denn sehr leicht lässt sie sich den Kopf verdrehen und so ist es kein Wunder, dass sie immer wieder ihre Meinung ändert und zu schnell den Leuten in ihrer Umgebung glaubt. Ich hoffe, dass sie im weiteren Verlauf schnell erkennt, wem sie trauen kann und wem nicht und dann ihren Weg geht, ohne sich davon abbringen zu lassen.

Auch bei Lucien weiß man nie so recht, woran man eigentlich ist, denn er ist ausgebildet im Täuschen und Lügen. Dennoch war er mir durchweg sympatisch, ich mag ihn wirklich sehr und ich hoffe sooo sehr, dass wir uns nicht in ihm täuschen. Er ist ein toller Charakter und ich musste immer wieder über ihn schmunzeln.

Ich kann an dem Buch nichts finden, was mir nicht gefallen hätte. Es war für mich rundum perfekt und ich freue mich sooo sehr darauf bald weiterlesen zu können, denn nach dem Ende MUSS ich einfach wissen, wie es mit Ophelia weiter geht. Definitiv ein MUST-READ!!

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