Rezensionen

„Pandora Stone – Gestern ist noch nicht vorbei“ von Barry Jonsberg

Ihr Lieben,

nachdem Band 1 der Pandora Stone Reihe mich nicht ganz überzeugen konnte, war ich gespannt, wie die Reise wohl weiter geht. Das Ende vom ersten Band war für mich ein kleiner Schock, auch wenn ich irgendwie mit etwas ähnlichem gerechnet habe, hatte ich auf etwas anderes gehofft. Umso gespannter war ich, wie Pandora mit der Situation umgehen würde und was sie aus ihren Erkenntnissen auf der Insel macht.

In diesem Teil der Reihe, kämpft Pandora gegen ihre wirren Gedanken: was ist real und was nur eine Erinnerung an etwas, das gewesen war – oder auch nicht? Sie fragt sich immer mehr, warum einige der Schüler der Academy die gleichen Erinnerungen an ihr Leben haben, es aber keinem merkwürdig zu sein scheint. Immer mehr zweifelt Pandora an der Loyalität der Academy und schmiedet so mit Jen einen Plan, wie sie hinter die Machenschaften gelangen und aus der Academy entkommen können. Gemeinsam wagen sie den Versuch der Flucht, was alles andere als leicht ist, denn die Academy sieht alles und jeder Schritt muss wohl überlegt sein.

Ich war hier wirklich sehr gespannt, wie die Reihe wohl fortlaufen wird und hatte große Hoffnung, dass es mich etwas mehr packen kann. Und was soll ich sagen? Es war auch so. Auch wenn die Geschehnisse für mein Empfinden noch immer etwas in die Länge gezogen wurden, konnte mich dieser Band mehr begeistern und ich habe definitiv auch mehr mit gefiebert. Die Flucht von Jen und Pandora, der Plan, wie sie fliehen werden – ich fand es großartig. Auch das Vertrauen, was Jen in Pandora und ihr Empfinden setzte, nachdem sie im ersten Band der Reihe alles andere als Freunde waren, hat mich beim Lesen einfach glücklich gemacht. Es zeigte, dass man auch über seinen Schatten springen kann – egal aus welchem Beweggrund.

Wie auch der erste Band der Reihe war der Schreibstil von Barry Jonsberg sehr bildlich und detailliert, weshalb es sich für mich in manchen Situationen etwas gezogen hat. Aber hier fand ich es nicht so „schlimm“ wie im Reihenauftakt und kam damit definitiv besser klar. Das Buch schaffte es auch, mich immer neugieriger zu machen und zog mich in einen Sog, dass ich relativ schnell durch das Buch „gerast“ bin. Vor allem die Frage, wie viel Wahres an dem Virus steckt, der vermeintlich die ganze Welt ausgelöscht haben soll, stand hier immer im Fokus und die Vermutungen, dass alles ganz anders lief als gedacht, nahmen durch weitere Hinweise immer weiter zu.

Vor allem Pandora selbst konnte mich diesmal überraschen. Im ersten Band hat sie noch wenig an sich selbst und ihre Fähigkeiten geglaubt, doch jetzt ist sie über sich hinausgewachsen. Sie gewann an Stärke, wurde mutiger und fing an, sich selbst zu vertrauen. Sie glaubte an ihre Fähigkeiten, steigerte sich, probierte immer mehr und war fasziniert, was sie tatsächlich alles kann. Doch sie gab auch Jen immer wieder Mut und Hoffnung, wenn es aussichtslos wirkte und zeigte so einmal mehr, dass aus vermeintlichen Feinden doch noch Freunde werden können.

Ich bin froh, dass ich die Reihe weitergelesen und nicht nach Band 1 aufgehört habe. Auch wenn es noch immer kein Highlight für mich ist, so sticht die Story selbst doch hervor und ich hatte tolle Lesestunden, weshalb ich die Bücher auch weiter empfehlen kann.

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