Rezensionen

„Partem: Wie die Liebe so kalt“ von Stefanie Neeb

Ihr Lieben,

manchmal wird man ja durch andere Personen zu einem Buch total angefixt und möchte dann unbedingt wissen, worum es geht, wie es ist und was nun wirklich geschieht – doch genau dadurch hat man auch oft eine gewisse Erwartung an die Geschichte und ist nach dem Beenden des Buches nicht immer ganz so begeistert, wie man es sich erhofft hätte.

Klappentext: Liebe kann jeden verwunden, doch niemanden so sehr wie Jael. Sein Auftrag ist es, anderen die Gefühle zu stehlen, und dafür muss er eiskalt sein. Als Jael auf Xenia trifft, schlägt sein Herz zum ersten Mal seit langem schneller. Dabei ist Xenia eigentlich ein ganz normales Mädchen – mal davon abgesehen, dass sie Geräusche hört, sobald sie jemanden berührt. Nur bei Jael herrscht Stille in ihrem Kopf. Die beiden sind füreinander bestimmt, doch können sie sich den Fängen derjenigen entziehen, die es auf Xenias Herz abgesehen haben? Und wird Jael für Xenia seine eigentliche Mission verraten?

Ich muss sagen, dass ich gar nicht so richtig weiß, was ich zu dem Buch sagen soll. Versteht mich nicht falsch, es hat sich echt gut lesen lassen und ich bin super schnell und leicht durch die Seiten geflogen, aber es hat mich dennoch nicht so ganz für sich gewinnen können. Mir hat bei diesem Buch einfach was gefehlt, denn auch jetzt, wo ich es durchgelesen habe, weiß ich leider noch immer nicht, was der Partem eigentlich wirklich ist und wo das Ziel dieser Reihe liegen soll, wo die Reise hinführen wird. 

Auch wenn das Buch an keinem Punkt langweilig war, ist für meinen Geschmack dennoch nicht viel passiert und ich habe im nachhinein eher das Gefühl, dass man meist eher auf der Stelle getrampelt ist. Man konnte beobachten, wie Xenia und Jael sich kennenlernten und sich alles immer mehr miteinander verstrickt hat, aber ich hab leider immer ein Problem damit, wenn ich nicht weiß und auch während des Lesens keine Ahnung davon bekomme, wofür gewisse Entscheidungen getroffen werden und wo das alles hinführen soll. 

Auch einen wichtigen Punkt aus dem Klappentext vermisse ich nach Beenden noch etwas. So ist für mich nicht ersichtlich geworden, dass Xenia und Jael füreinander bestimmt sein sollen. Man konnte zwar spüren, dass sie sich nicht ganz egal sind und eine gewisse Anziehung vorhanden ist, aber mit richtigen Gefühlen hat das in meinen Augen noch nicht richtig etwas zu tun gehabt. Erst auf den letzten Seiten wurde deutlicher, dass da etwas zwischen ihnen ist und auch Jael anfängt, sich mehr Gedanken zu machen – aber das hätte ich mir einfach früher gewünscht, wenn sowas im Klappentext erwähnt ist. 

Ansonsten kann ich nur sagen, dass ich mit den Charakteren nicht so recht warm geworden bin und daher leider keine Bindung zu ihnen aufbauen konnte – was aber auch einfach daran liegen kann, dass der Funke des Buches nicht so recht auf mich übergesprungen ist. Sie haben schon in die Rollen gepasst, die ihnen geschrieben wurden, weshalb ihre Handlungen auch wirklich nachvollziehbar waren, aber alles in allem fehlte mir einfach was. 

Auch wenn ich hier eine Menge Punkte aufgeschlüsselt habe, die mich an dem Buch „gestört“ haben, kann ich nicht sagen, dass es mir nicht gefallen hat. Ich hatte beim Lesen schon immer den Drang voran zu kommen, weil dennoch ein gewisser Spannungsbogen aufgebaut wurde und ich wissen wollte, was aus den einzelnen Situationen wohl entstehen wird. Den Satz „Nur noch ein Kapitel“ habe ich oft im Kopf gehabt und aus einem Kapitel wurden meist noch drei oder vier – wie ich finde, spricht das für das Buch.

Wie am Anfang bereits erwähnt, das Buch hat sich wirklich gut lesen lassen und es war etwas Leichtes, was man zwischen den komplexen Welten, in die ich sonst abtauche, auch definitiv mal braucht. Mich hat die Geschichte auch neugierig zurückgelassen, denn ich möchte unbedingt wissen, was der Partem ist und welches Ziel sie verfolgen – daher hoffe ich, dass der zweite Band mich mehr überzeugen kann.

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