Rezensionen

„Prefix of Death“ von Jill H. Heinrichs

Ihr Lieben,

ich bin definitiv kein Zocker und kenne mich wirklich nicht aus in der Welt der Gamer, weshalb ich bei „Prefix of Death“ vorher Bedenken hatte in die Geschichte finden zu können. Doch diese Bedenken waren tatsächlich unbegründet, denn auch wenn ich viele der Begriffe nicht kannte, die während der Geschichte, vor allem in der Anfangsphase, erwähnt wurden, habe ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl gehabt irgendetwas nicht zu verstehen, das für das Geschehen relevant gewesen wäre. Und wenn ich doch mal über einen Begriff stolperte, der sich mir nicht logisch von allein erklären lies, findet man am Ende des Buches eine Erklärung für viele Worte aus dem Gamingbereich – perfekt für Unwissende wie mich 🙂

Durch den Klappentext erfährt man schon sehr viel von der Geschichte, jedoch wird man nicht viel gespoilert, was dafür sorgte, dass das Buch durchweg spannend blieb. Tamara ist ein junges leicht nerdiges Mädchen, welches am liebsten mit ihrem besten Freund Myc „Prefix of Death“ zockt – sehr zum Bedauern ihrer Mutter. Für Tamara steht das Spiel an erster Stelle und nichts könnte wichtiger sein. Als sie plötzlich eine Einladung zu einem Spielercasting der berühmten „Heroes of Prefix“ erreicht, hält Tamara das zuerst für einen schlechten Scherz. Doch alles deutet darauf hin, dass diese Einladung echt ist und birgt für Tamara somit ein folgeschweres Problem: „Heroes of Prefix“ sind dafür bekannt, dass sie keine Frauen in ihr Team aufnehmen und generell der Meinung sind, dass Frauen in der Gamingwelt nicht viel zu suchen haben. Was tun? Tamara sieht nur eine einzige Chance –> Sie muss zu einem Jungen werden! Doch das ist leichter gesagt als getan, denn neben dem Äußerlichen heißt es auch das Verhalten zu ändern – und was passiert eigentlich, wenn dann noch Gefühle im Spiel sind?

Mir hat es sehr viel Freude bereitet dieses Buch zu lesen, auch wenn es eher nicht meinem Lesegeschmack entspricht, aber man kann sich ja auch durchaus mal aus der Komfortzone herausbewegen 😉 Es brauchte keinen langen Einstieg, schon war man als Leser im Geschehen und fieberte mit Tamara mit, die sich immer weiter in ihren Lügen etc verstrickte und hoffte mit ihr, dass sie nicht auf brutalste Weise auffliegen würde. Es gab nicht viele Momente, in welchen die Spannung nachgelassen hatte, durchweg passierte etwas – ob es nun wichtig war oder nicht, Leerlauf bliebt aus. Umso plötzlicher jedoch kam ein Ende, welches ich so nicht erwartet habe und mir doch auch etwas anders gewünscht hätte, denn wurde man vorher an dramatischere Momente langsamer heran geführt, egal wie schnell diese wieder vorbei waren,  war das Ende von einer Sekunde auf die Nächste da und lies dem Leser keine Möglichkeit, sich an das neue Tempo zu gewöhnen. So viel in dem Buch auch passierte, manche Szenen hätte ich mir dennoch etwas kürzer gewünscht, da sie für die Handlung nicht sehr wichtig waren und gewisse Szenen, durch die dann teilweise durchgehuscht wurde, waren zu schnell vorbei – Stichwort: Keller! 

Der Schreibstil jedoch hat mir durchweg gut gefallen, da sich das Lesen dadurch zu angenehmen Stunden entwickelte und durch eine recht jugendliche Art auch locker lesen lies. Einzig das Cover war nicht wirklich mein Geschmack, aber manchmal sollte man das eben auch außen vor lassen und sich lieber auf die Geschichte dahinter konzentrieren 😉 Für dieses Print wurde sehr hochwertiges Papier genutzt, was man auf jeder Seite merkt, doch dadurch ist das Buch leider auch sehr schwer und es wird nach einiger Zeit nicht mehr so angenehm es in der Hand zu halten – es hat halt alles seine Vor- und Nachteile 😉 

Alles in allem ist dies ein tolles Buch gewesen, bei welchem ich mich auf die Fortsetzung freue, die dieses Jahr noch erscheinen soll zusammen mit dem im neuen Gewand erscheinenden Band 1. Ein Buch, wo Zocker garantiert auf ihre Kosten kommen und auch Leseratten nicht langweilig wird. 

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