Rezensionen

„Shadowscent – Die Blume der Finsternis“ von P.M. Freestone

Ihr Lieben,

wenn man viel im Bereich Fantasy liest, dann freut man sich immer, wenn man mal eine neue Idee abseits des Mainstreams entdeckt. So ging es mit mit „Shadowscent“, denn der Klappentext versprach etwas Neues und machte mich somit schnell neugierig. Anfangs hatte ich meine Probleme in die Geschichte zu finden, die Namen der einzelnen Charaktere brachte ich immer wieder durcheinander und somit konnte ich anfänglich auch der Handlung nicht folgen. Aber irgendwann hat es „Klick“ gemacht und ich war mitten im Geschehen.

Wir begleiten Rakel auf ihrem Weg, ein Heilmittel für ihren Vater zu finden, welcher von der Fäulnis befallen ist. Sie setzt alle Hebel in Bewegung und nichts ist ihr zu teuer oder wertvoll, um ihn zu retten. Auf ihrem Weg trifft sie auf Ash, dem Harnish des Prinzen und beide folgen dem gleichen Ziel, denn der Prinz, Ash’s bester Freund und engster Vertrauter, wurde vergiftet und kämpft nun um sein Leben. Die Beiden begeben sich zusammen in ein Abenteuer, welches kaum Zeit zum Luftholen lässt. Die Geschichte flaut zu keiner Zeit ab, sie ist durchweg spannend und man möchte unbedingt wissen, ob Rakel und Ash schnell genug sind und ihre Liebsten retten können.

Das Buch spielt in einer neuen völlig frei erfundenen Welt, in welcher das Hauptaugenmerk auf den Gerüchen liegt. Ich hatte anfänglich Angst, dass es evtl zu sehr in Richtung „Das Parfum“ gehen könnte und die einzelnen Gerüche demnach seitenweise beschrieben werden, aber dem ist Gott sei Dank nicht so – denn dann hätte ich wohl auch hier nicht bis zum Ende durchgehalten. Die Gerüche spielen dennoch eine wichtige Rolle und sind aus der Welt nicht wegzudenken. So werden Medikamente über Dämpfe verabreicht und die Menschen oft anhand ihres Geruchs unterschieden. Gerade Rakel ist sehr empfindlich was diese Düfte angeht und reagiert im Gegensatz zu Ash anders und deutlich schneller darauf.

So schön es auch war eine neue Welt zu entdecken, so schade fand ich auch, dass die Autorin sich leider nicht die Zeit genommen hat, den Leser auch in diese zu führen. Es wird leider weder die Hierarchie beschrieben, noch die einzelnen Posten wie die des Harnisch, der Dufthüter oder auch wie das ganze System unter dem Kaiserreich aufgebaut ist. Hier hätte ich mit eine detailliertere Beschreibung gewünscht, welche mir garantiert auch den Einstieg in die Geschichte erleichtert hätte.

Ansonsten kann ich euch das Buch nur empfehlen, denn neben einer doch sehr tollen Geschichte ist das Buch auch angenehm geschrieben, denn ein flüssiges Lesen ist möglich gemacht worden und man hat keine Hänger zwischen den einzelnen Passagen. Man kommt gut voran, vorausgesetzt man hat im Gegenzug zu mir auch die Zeit zum lesen, denn mit seinen knapp 490 Seiten ist es doch schon ein etwas dickeres Buch, welches seine Lesezeit benötigt.

Das Ende hat mich wiederum sehr überrascht und lässt mich nun neugierig zurück – denn anders als wir alle es mögen, endet es mit einem kleinen Cliffhanger, der neugierig auf Band 2 und das weitere Geschehen um Rakel und Ash macht.

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