Rezensionen

„Wie die Stille vor dem Fall – Buch 1 und 2“ von Brittainy C. Cherry

Ihr Lieben,

bevor ich näher auf diese Bücher eingehe wollte ich euch nur mitteilen, dass ich hier beide Bücher zusammen rezensieren werde, wodurch es eventuell zu Spoilern kommen kann. Für mich ist es eine Geschichte, die zwar aufgeteilt wurde, aber sie gehört dennoch zusammen und um mich nicht zu wiederholen, fasse ich es diesmal einfach zusammen. 

Was soll ich sagen? Diese Bücher…sie haben mich fertig gemacht – auf eine wundervolle Weise. Ich wusste schon vorm Lesen, dass die Geschichte mich wahrscheinlich wieder sehr berühren wird, aber habe niemals damit gerechnet, dass mich solche Emotionen durchfluten würden. Brittainy C. Cherry schafft es immer wieder uns Leser an unsere emotionalen Grenzen zu bringen und diese auch zu sprengen. Ich kann nicht sagen, wie viele Tränen ich während des Lesens vergossen habe – es waren viele. Diese Geschichte, die Geschichte von Shay und Landon – sie ist etwas Besonderes und ich wollte aus ihrer Welt kaum noch auftauchen.

 

„Was macht dein Herz?“ – „Es schlägt noch.“

 

Diese beiden Bücher erzählen die Geschichte von Shay und Landon, zwei jungen Erwachsenen, die sich schon ihr ganzes Leben lang kennen und – hassen? Durch eine Partywette kommen sie sich näher, denn Landon meint, dass er jedes Mädchen dazu bringen könnte, sich in ihn zu verlieben – auch Shay Gable. Natürlich bekommt Shay das mit und wettet dagegen – wer sich zuerst in den anderen verliebt, der hat verloren. Wie zu erwarten fühlen sich beide voneinander angezogen und wir können eine junge Liebe begleiten, die schöner kaum beginnen kann. Doch mit diesen Gefühlen kommen auch Landons Zweifel, denn gefangen in seiner eigenen Dunkelheit geht er davon aus, dass er es nicht wert sei geliebt zu werden. Er hat mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen und möchte Shay davor bewahren in seine Dunkelheit gezogen zu werden – doch zu welchem Preis?

 

„Ich vermisse deinen Herzschlag.

Ich vermisse dich.

Ich vermisse uns.“

 

Im zweiten Buch dieser Geschichte erleben wir Shay und Landon, wie sie ihr Leben im Erwachsenenalter meistern. Durch einen unausweichlichen Grund mussten sie sich räumlich trennen, doch das tat ihrer Beziehung nicht gut. Jeder der Beiden hat mit seinen eigenen Problemen zu kämpfen und wie soll man diese besiegen, wenn man die wichtigste Person nicht um sich hat? Shay lernt es, Landon erneut zu hassen. Ihn nicht an sich ranzulassen, bei Begegnungen die kalte Schulter zu zeigen. Doch wie soll man jemanden ignorieren, den man mal so sehr geliebt hat? 

Diese Geschichte…ich kann kaum in Worte fassen, wie sehr ich sie geliebt habe. Sie zeigt so viele Seiten eines Menschen auf, an welche man oftmals gar nicht denken würde. Sie zeigt, dass kein Mensch perfekt ist. Jeder hat Fehler und jeder geht damit anders um. Wo der Eine genau weiß, was er zu tun hat, auch immer für andere da ist und ein offenes Ohr hat, kann der andere nur schwer Menschen an sich ranlassen und zu seinen Problemen und Ängsten stehen. So ist es auch mit Shay und Landon. 

Shay ist zu Beginn der Geschichte eine fröhliche junge Frau, die scheinbar ein perfektes Leben führt. Doch je näher wir sie kennenlernen, je offensichtlicher wird es, dass dem nicht so ist. Sie hat Probleme in ihrer Familie, die nach außen hin nicht offensichtlich sind. Aber anstatt an ihnen kaputt zu gehen, zieht sie daraus Stärke und wächst an ihren Sorgen. Im ersten Buch empfand ich sie als einen wundervollen Charakter, welchen jeder gern in seinem Freundeskreis haben möchte. Sie war gefühlvoll, war für jeden da, der es verdiente und brauchte und unterstützte Landon in all seinem tun. Stieß er sie von sich weg, war sie nur noch energischer dabei ihn zu stützen, zu umarmen, für ihn da zu sein. Ein wundervoller Charakter mit ganz viel Herz. Durch viele Rückschläge ist davon leider im zweiten Buch einiges abhanden gekommen, weshalb ich in der Fortsetzung mit Shay nicht immer ganz warm wurde. Ich konnte ihre Entwicklung zwar nachvollziehen – ich denke, vielen von uns wäre das so gegangen – aber dennoch hat sie mir nicht mehr immer gefallen. Sie hat sich in meinen Augen zu sehr von Landon abhängig gemacht, weshalb sie die Augen für alles andere – und für alle anderen – verschlossen hat und nach und nach immer verbitterter wurde. Jedoch war es schön zu sehen, wie sehr sie sich nach allem doch zu ihm hingezogen fühlt – wie stark diese Liebe ist. Doch ob das reicht?

Landon hingegen war zu Beginn das glatte Gegenteil von Shay. Er gab sich vor allen wie ein Frauenheld, ein Obermacho und ließ nichts anbrennen. Er baute eine Mauer um sich herum auf und ließ niemanden hindurch. Bis Shay kam und hinter die Fassade blickte. Egal wie sehr Landon sich verschließen wollte, sie ließ es nicht zu und brachte ihn dazu sich zu öffnen. Sie setzte seine Dämonen frei und versuchte ihn davon zu befreien – was einfacher gesagt als getan ist. Doch durch Shay lernte er auch eine Leidenschaft kennen, die er so nicht vermutet hat und ihm seinen Weg in eine bessere Zukunft ebnete. Er muss sich aber immer wieder seinen Ängsten und Problemen stellen, wird immer wieder von ihnen heimgesucht und nur Shay schafft es das Gute in seinem Leben zu sehen. Landon entwickelt sich zu einem Charakter, den ich von Seite zu Seite mehr und mehr habe lieben gelernt. Trotz seiner Rückschläge und dunklen Momente gibt er Shay nicht auf, kämpft um sie und lässt nichts unversucht sich einen Weg zurück in ihr Herz zu suchen – doch ob er es schafft ihr verbittertes Herz noch einmal zu erweichen?

Wenn man sich „Wie die Stille vor dem Fall“ widmet, sollte man sich sicher sein, solche Gefühle durchleben zu können. Natürlich kommt auch Freude auf, man lacht und man hofft, aber den Großteil der Geschichte hatte ich einen Kloß im Hals und mit den Tränen zu kämpfen. Es geht um Depressionen, Panikattacken, Mobbing, Selbstverletzung und Suizid – keine leichten Themen, die nicht immer leicht zu verdauen sind. Dennoch sind sie in diese Geschichte gut eingebaut, auf eine Art und Weise, die zwar erdrückend wirken kann, aber dennoch nie ganz die Hoffnung verlieren lässt. Ich muss hier auch positiv anmerken, dass im Buch dazu eine Triggerwarnung gegeben wurde, denn nicht jeder kann mit solchen ernsten Themen gut umgehen und kann so vorher entscheiden, ob er oder sie dieses Buch lesen möchte oder nicht.

Wie bereits erwähnt, ich weiß nicht, wie ich in Worte fassen soll, wie mir dieses Buch gefallen hat. Kein Wort, kein Satz gibt nur im entferntesten wider, wie sehr ich die Geschichte geliebt habe, wie sehr sie mich berührt, zerstört und wieder zusammengesetzt hat. Ich kann nur sagen, dass sie großartig ist und zu den Geschichten gehört, die ich wohl nie vergessen werde. Zu den Geschichten, nach denen ich immer wieder greifen kann und die mich nie ganz loslassen werden. Ein Highlight, was gelesen werden muss und für das ich eine klare Leseempfehlung aussprechen kann, denn diese Geschichte ist definitiv mein absolutes Lesehighlight in 2020 geworden <3

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