Rezensionen

„Zorn der Engel“ von Marah Woolf

Ihr Lieben,

kennt ihr das? Ihr schlagt ein Buch auf, bei welchem ihr die Welt schon kennt – ein Buch, welches im vorigen Band mit einem bösen bösen Cliffhanger geendet hat und es sich dann anfühlt wie nach Hause kommen? Mir ging es definitiv mit „Zorn der Engel“ so. Band 1 war schon ein richtiges Wohlfühlbuch, welches tief in mein Herz gewandert ist, aber Band 2 konnte das noch toppen und war wie das i-Tüpfelchen, was mir vorher noch etwas gefehlt hatte. Ich habe es im Buddyread gelesen und wir 3 kamen aus dem Schwärmen kaum heraus.

Und so sehr ich das Buch geliebt habe, so schwer fällt es mir gerade meine Meinung dazu in Worte zu fassen, denn ich habe sämtliche Emotionen durchlebt und weiß auch jetzt nach dem Lesen noch immer nicht, was ich davon halten soll. Natürlich liebe ich die Geschichte – wie könnte ich nicht? Aber ich glaube auch, dass ich selten bei einem Buch so viel geflucht habe wie bei diesem. Marah Woolf ist für mich eine Perfektionistin auf ihrem Gebiet. Sie schafft es immer wieder, dem Leser eine heile Welt vorzugaukeln und dann in ein tiefes Loch stürzen zu lassen. Würde sie das in ihrem Buch nur einmal tun, dann könnte man das vielleicht noch irgendwie verkraften, aber es geschieht andauernd – es ist ein permanentes Auf und Ab der Gefühle und als Leser weiß man nie so wirklich, welchen davon man trauen darf und welche mehr Schein als Sein sind.

Wer das Buch noch nicht gelesen hat und nicht gespoilert werden möchte, dem rate ich jetzt den nächsten Absatz nicht zu lesen, denn ich gehe auf einige wichtige Punkte des Buches ein und möchte keinem das eigene Entdecken der Geschichte nehmen <3

Moon ist für mich nach wie vor eine tolle Protagonistin, welche ich unglaublich gern auf ihrem Weg begleite. Sie wächst immer wieder über sich hinaus und hat stets das Herz am rechten Fleck. Ich habe so mit ihr mit gelitten, als sie sich Lucifer endlich öffnen konnte und dann der nächste Schlag kam – immer und immer wieder, ein endloser Kreis aus verwirrten Gefühlen, aus dem sie kaum zu entfliehen schien. Als sich die Beiden endlich näher kamen, wurde ich von Seite zu Seite immer glücklicher. Ich dachte wirklich, sie würden zusammen gehören und fand es sehr berührend, wie Lucifer sich immer wieder auch für Moon bei seinen Brüdern stark machte. Ich war glücklich, wirklich glücklich als sie endlich eine Nacht zusammen verbracht haben und sage im Nachhinein, ich hätte an genau der Stelle aufhören sollen zu lesen, denn dann wäre alles in Ordnung  – und mein Herz weniger gebrochen. Ich meine…wie kann die eigene Schwester sich so verhalten??? Moon standen ihre Gefühle Lucifer gegenüber doch praktisch ins Gesicht geschrieben – und dann auf diese Art und Weise enttäuscht zu werden, war wie eine Ohrfeige – ich hätte das Buch am liebsten in die Ecke geworfen und habe Marah ab diesem Punkt an verflucht – wie kann sie uns so etwas antun?? Ich hoffe einfach sehr, dass das alles ein großer großer Irrtum ist und wir in Band 3 wieder erlöst werden, denn nachdem sie Moon schon den besten Freund genommen hat, finde ich, dass Moon einfach ein Happy End verdient hat. Sie hat so viel aufgegeben, so viel verloren und geopfert, da wünsche ich ihr einfach, dass es ein gutes Ende nehmen wird.

Nachdem ich Marah nun verflucht habe, warte ich sehnsüchtig darauf mit dem dritten Band der Reihe zu beginnen und hoffe sehr, dass alles gut ausgehen wird, denn wenn wir ehrlich sind – es gibt nur eine richtige Variante, wie dieses Buch enden kann.

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