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“All I (don’t) want for Christmas” von Tonia Krüger

Titel: All I (don’t) want for Christmas

Autor: Tonia Krüger

Verlag: DTV

Preis: 13,95€

ISBN: 978-3423740845

Seiten: 416

Klappentext: Ungleicher als die junge Studentin Febe mit dem Shakespeare-Faible und der aufstrebende Spieleentwickler Liam kann man kaum sein. Doch weil Febe Weihnachten sonst nur mit ihrem Hund feiern würde und eine Prise Bares gut gebrauchen kann, willigt sie in ein ungewöhnliches Vorhaben ein: Sie begleitet Liam als Fake-Freundin zum alljährlichen Familienweihnachtsfest im noblen South Kensington. Das Ziel: Liams Exfreundin Charlotte eifersüchtig zu machen, die inzwischen mit seinem Bruder verlobt ist. Der Plan scheint aufzugehen, denn je mehr die Funken zwischen Liam und Febe sprühen, desto mehr scheint es Charlotte wieder zu ihm zu ziehen. Doch je näher Febe Liam kennenlernt, desto weniger will sie ihn wieder hergeben…


Ihr Lieben,

Die Geschichte von Febe und Liam ist wahrlich keine Neue, wir alle haben bestimmt schon ein Buch gelesen oder einen Film geschaut, in welchen das Thema der Fake-Freundin auf irgendeine Art und Weise aufgegriffen wurde, daher war ich sehr überrascht, wie sehr das Buch mich dennoch überzeugen konnte. Zusammen mit der wirklich tollen Weihnachtsatmosphäre war es für mich einfach das perfekte Buch zur richtigen Zeit, welches die diesjährige Weihnachtszeit für mich eingeläutet hat.

Febe und Liam könnten unterschiedlicher kaum sein – sie lebt irgendwie in ihrer eigenen Welt zwischen Shakespeare-Zitaten und dem Hund ihrer gerade verstorbenen Großmutter und er steckt in der Welt der Technik-Nerds fest und trauert seiner einstigen Liebe Charlotte so sehr hinterher, dass er kaum bemerkt, wie gut es ihm ohne sie eigentlich geht. Wie zwei solche Menschen zusammen finden? Durch gemeinsame Freunde und der Tatsache, dass Febe unbedingt schnell an Geld kommen muss, um mit ihrer Freundin doch noch in den geplanten Urlaub fahren zu können und Liam dieses Geld hat, was er bereitwillig zahlt, wenn Febe sich bei seiner Familie als seine Freundin ausgibt. Denn die Blöße als Single dort zu Weihnachten aufzutauchen, während sein Bruder und seine Exfreundin sich gegenseitig anschmachten, die möchte er sich nicht geben.

Zum Inhalt selbst werde ich an dieser Stelle nichts weiter sagen, außer, dass mir die Geschehnisse und Handlungen viel Spaß gemacht hatten, entdeckt zu werden. Vor allem Febes Hund Hamlet hat mein Herz immer wieder zum Schmelzen gebracht und brachte viel Freude beim Lesen. Die Geschichte hat mir vor allem gefallen, weil sie irgendwie alles hatte, was es für ein gutes Buch braucht: tolle und authentische Charaktere, die auch mal Fehler machen, sehr viel Humor, sodass ich immer wieder laut auflachen musste und ebenso viel Gefühl, welches mich mehr als einmal hat Schluchzen lassen. Für mich war das Buch einfach ein guter Mix aus wundervollen Eigenschaften, weshalb es für mich auch nicht schlimm ist, dass die Autorin hier kein völlig neues Setting gewählt hat – alles andere hat einfach gestimmt.

Auch der weihnachtliche Aspekt kam nicht zu kurz, so wurden immer wieder weihnachtliche Traditionen erwähnt, Geschenke ausgepackt oder Küsse unter Mistelzweigen verteilt, sowie laut Weihnachtslieder gehört und massenweise Plätzchen gebacken – alles Dinge, die mein Weihnachtsherz haben höher schlagen lassen. Oftmals habe ich bei Weihnachtsromanen das Gefühl, dass vor allem diese besondere Atmosphäre nur schwer rüber gebracht wird, aber dies war in meinen Augen hier nicht der Fall – ich hatte direkt Lust, meine Wohnung zu schmücken, den Baum aufzustellen und laut zu Weihnachtsliedern mitzusingen.

Ihr seht, ich bin einfach begeistert von dem Buch. Für mich hatte es alles, was ich mir hätte wünschen können und mehr. Es war ein für meinen Geschmack toller Reihenauftakt, weshalb ich schon sehr neugierig auf den zweiten Band bin und mich sehr darauf freue, auch diesen entdecken zu können.

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