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“Crescent City: Wenn ein Stern erstrahlt” von Sarah J. Maas

Ihr Lieben,

wie lange haben wir gewartet, dass das Abenteuer von Bryce und Hunt weiter geht? Wie lange mussten wir hoffen und bangen, dass die Beiden nach dem genialen Ende vom ersten Band gut und in Frieden weitergehen wird? Und wie schnell waren wir dann durch das Buch durch und dachten zum Ende hin einfach nur “Was??? Das hat sie nicht wirklich gemacht??”. 

Zumindest mir ging es so, dass ich es kaum erwarten konnte zu erfahren, wie es mit unserer Lieblings-Halb-Fae und ihrem gefallenen Engel weiter geht und als ich das Buch dann durch hatte…ich glaube, ich hatte bei noch keinem Buch einen solchen Redebedarf im Anschluss wie bei diesem. Das Problem? Gefühlt war noch keiner so weit wie ich und mir fiel es unglaublich schwer, nicht darüber zu sprechen, um auch niemanden zu spoilern.

Die Story geht genau da weiter, wo Band 1 geendet hat und ich war froh, vorher noch mal den Reihenauftakt als Hörbuch gehört zur haben, denn ich habe festgestellt, dass ich doch so Einiges vergessen habe. So war ich aber komplett in der Geschichte drin und es fiel mir nicht schwer, dem Geschehen in Band 2 zu folgen. Schmerzlich vermisst habe ich unsere kleine Feuerkoboldin Lehabah, die Band 1 einen gewissen Pepp gegeben hat – dieser fehlte hier etwas. Aber dennoch war das Buch für mich keineswegs schlechter, denn es hatte andere Stärken.

Neben dem Wiedersehen mit Bryce, Hunt und Ruhn haben wir auch viele neue Charaktere kennengelernt, bei welchem ich auch immer wieder überrascht wurde. Vermeintliche Freunde waren nicht so vertrauensvoll wie gedacht und bekannte Feinde überraschten mit freundlichen Handlungen, dass ich immer wieder überlegt habe, wem kann man nun eigentlich trauen und wem nicht. Ich konnte mir keiner Sache so wirklich sicher sein und das brachte eine gewisse Spannung im Buch, die mich auch immer wieder den Atem anhalten lies.

Aber nicht nur die Charaktere überzeugten mich, auch die Handlung selbst. Es wurde nie langweilig, immer wieder passierten wichtige und weniger Wichtige Dinge – aber wer Sarah J. Maas kennt, weiß, dass das trügerisch sein kann und vermeintlich unwichtige Szenen bekommen plötzlich in einer späteren Handlung ganz viel Gewicht, wodurch es nicht schlecht wäre, sich auch diese Dinge zu merken. Das gesamte Buch durchweg hatte ich nie das Gefühl, dass ich das Buch zur Seite legen könnte, ich wollte immer wissen, wie es weiter geht. Habe immer auf das Beste gehofft und mit dem Schlimmsten gerechnet. Ob mich da am Ende davor retten konnte, die Ereignisse zu verkraften? Auf keinen Fall. Noch immer bin ich einfach sprachlos darüber, mit was für einem wirklich fiesen Cliffhanger die Autorin uns zurück gelassen hat und kann noch immer – einige Wochen später – nicht begreifen, was da eigentlich passiert ist. Mittlerweile weiß ich aber, dass ich damit nicht allein bin – was mich wenigstens ein bisschen beruhigt.

Wie von Sarah J. Maas gewohnt schreibt sie wieder recht ausschweifend, fängt an zu schwafeln und kommt von Pobacken auf Kuchen backen. Mittlerweile stört mich das allerdings nicht mehr, da ich spätestens seit Throne of Glass weiß, dass das alles seinen Sinn hat. Natürlich dürfen auch gewisse explizite Szenen nicht fehlen, die teilweise schon recht vulgär beschrieben sind – obwohl ich hier auch die Vermutung habe, dass es teilweise auch an der Übersetzung liegen kann. Dennoch konnte auch ihre Schreibweise mich hier wieder gänzlich begeistern und sie schaffte es, zumindest für mich, durchweg die Spannung im Buch oben zu halten.

Mich konnte das Buch wieder komplett überzeugen. Ich liebe die Welten, die Sarah J. Maas erschafft. Ich liebe ihre Charaktere und die vielen Details, die sie einbaut. Und ich kann ihre Bücher immer wieder empfehlen, da sie echte Meisterwerke sind.

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