Rezensionen

„Cyber Trips“ von Marie Grasshoff

Ihr Lieben,

viele haben lange darauf gewartet, dass die Sci-Fi-Reihe von Marie Grasshoff endlich fortgesetzt wird. Auch ich war neugierig auf die weitere Entwicklung, aber nachdem ich von Neon Birds nicht so begeistert war wie viele Andere, da mit dort einfach „das gewisse Etwas“ gefehlt hat, ging ich mit nicht so hohen Erwartungen an diese Fortsetzung ran. Und was soll ich sagen? Ich war begeistert! Ich denke, dass der Umstand, dass ich den zweiten Band mit ganz lieben Mädels in einem Buddyread gelesen habe, dem auch zugute kam, denn ich konnte mich ca alle 50 Seiten über das Geschehene austauschen und habe einige Entwicklungen daher besser verstanden oder habe mir noch einmal Gedanken darüber gemacht – es blieb einfach mehr von der Geschichte „hängen“ und ich habe sie auch besser verstanden – vielleicht hätte mir auch Band 1 besser gefallen, wenn ich mit jemandem hätte darüber reden können – wer weiß das schon 🙂 Aber auch meine Mädels haben mir bestätigt, dass Cyber Trips einiges besser ist als sein Vorgänger.

Cyber Trips fängt genau dort an, wo Neon Birds geendet hat – mit Shiva als Moja auf dem „Schlachtfeld“ und Lukes Erkenntnis, dass seine Schwester von dem Virus befallen ist. Während er und Flover versuchen zu fliehen, um seinen inzwischen auch infizierten Freund zu retten und eine Lösung zu finden, befinden sich Andra, Okijen und Beth zurück in Moskau und gehen einer Theorie nach, die eventuell die Menschheit retten könnte. 

In dieser tollen Fortsetzung wurde für mich alles klarer. Ich habe die Welt besser verstanden, denn wo ich mich im ersten Band noch von viel Theorie über die Rangfolge beim Militär etc überrannt gefühlt habe, kannte man sich inzwischen aus und nicht alles musste noch erklärt werden. Diese Welt ist sehr technisch aufgebaut, aber auch wenn man wie ich von solchen Dingen nicht viel Ahnung hat, muss man keine Angst haben, dass man irgendetwas nicht versteht – es ist alles klar und logisch erklärt. Auch die Charaktere hatten endlich für mich ein Gesicht und passten besser in die ihnen geschriebenen Rollen. Andra wurde immer mutiger und es war toll zu sehen, wie sie sich entwickelte. Aber auch Okijen wuchs über sich hinaus und gab nicht mehr ausschließlich den harten Krieger, sondern ließ seine Gefühle zu und zeigte diese auch offen. Auch konnte ich Flovers Reaktion auf die Offenbarung von Lukes Vergangenheit verstehen, freute mich aber auch, dass Marie es schaffte zu zeigen, dass seine Freunde es wert sind ihnen zu verzeihen. Die Charaktere sind für mich allesamt authentischer als im Reihenauftakt und ich habe ihnen ihre Gedanken und Entscheidungen geglaubt.

Wie auch Neon Birds besticht Cyber Trips durch ein auffallend Sci-Fi-Mäßiges Cover, welches optisch wundervoll zu seinem Vorgänger passt. Es wurde auch abwechselnd aus der Sicht der einzelnen Charaktere geschrieben, sodass man einen guten Einblick in ihre Gedanken bekam und vieles dadurch verständlicher wurde. Marie hat mich durch ihren lockeren Schreibstil vollkommen mitgerissen und ganz ehrlich? Bei dem Ende hat sich mich dann mit offenem Mund dasitzen lassen, denn ich konnte kaum glauben, was ich da lese. Es ist praktisch alles offen, meine Mädels und ich haben keine Ahnung, in welche Richtung sich die Geschichte nun entwickeln könnte und ich denke, dass Marie uns mit einem der fiesesten Cliffhanger überhaupt zurückgelassen hat – wahrscheinlich auch mit voller Absicht 😉

Ja, ich kann sagen, dass ich durch Cyber Trips nun ein Fan der Reihe geworden bin und denke, dass ich auch dem Vorgänger eine weitere Chance geben werde – vielleicht überrascht er mich ja doch noch. Nun warte ich jedenfalls sehnsüchtig auf Beta Hearts und möchte unbedingt wissen, wie es mit den Freunden weiter geht und ob sie es schaffen werden, die Welt vor Kami und allem Bösen zu befreien.

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