Rezensionen

„Happy Eating“ von Anastasia Zampounidis

Ihr Lieben,

vorne weg –> das ist meine eigene Einschätzung, meine Auffassung des Buches, mein Empfinden beim Lesen der Kapitel. Da ich nicht gut auf diesen Ratgeber zu sprechen bin, werde ich die Rezension auch auf keinem weiteren Portal teilen, denn es sollte sich dennoch jeder sein eigenes Bild machen können. Ich gebe jedem Buch eine Chance mich zu überzeugen, egal wie schwer ich mich damit tue. Auch wenn ich mich selbst dazu überreden muss weiterzulesen, ich gebe selten auf, denn jedes Buch verdient es gelesen zu werden. Doch wenn ich merke, dass ein Buch mir selbst nicht gut tut, dann bringt es niemandem etwas, wenn ich mich bis zum Ende durchquäle. Der Verlag und der Autor bekommen keine gute Bewertung dazu und ich verschenke Zeit, die ich auch mit Büchern verbringen könnte, die mich glücklich machen. Und leider war genau Happy Eating eines dieser Bücher, die mir nicht gut taten.

Ich habe einen Ratgeber erwartet. Ein Buch, aus welchem ich etwas lernen kann. Ein Buch, aus welchem ich etwas in mein eigenes Leben integrieren kann. Dass es eher ein Erfahrungsbericht als ein Ratgeber ist, damit hätte ich wirklich leben können. Aber dennoch machte mich das Buch von Seite zu Seite leider aggressiver, denn es tauchten Passagen auf, die für mich einfach nicht in ein solches Buch gehören.

Wenn ein Autor mal keine Lust hat an seinem Buch zu schreiben, dann ist das vollkommen in Ordnung – ich habe auch nicht täglich Lust zur Arbeit zu fahren. Das ist das Leben; das gehört dazu. Jedoch bin ich der Meinung – und ich würde behaupten, dass mir dort so Einige zustimmen würden – dass solche Äußerungen nichts in einem solchen Buch zu suchen haben. Es interessiert mich einfach bei diesem Thema nicht, dass ihr Spiel auf dem Handy gerade interessanter war als das, was sie schreiben sollte. Es interessiert mich nicht, dass beim Schreiben gerade die Sonne scheint. Es interessiert mich einfach nicht, wenn ich ein Buch über Emotionales Essen lese, denn es gehört schlichtweg nicht da rein!

Auch finde ich manche Einstellungen der Autorin nicht gut. Wenn es ihre Überzeugung ist, dann soll es so sein, aber grob zusammen gefasst lieber den Partner „entsorgen“ anstatt sich dem Problem in der Beziehung zu stellen halte ich einfach für falsch. Ich habe auch mit einigen Freundinnen darüber gesprochen und wir sind der Meinung, dass solche Aussagen in Büchern auch gefährlich sein können, wenn beispielsweise junge Mädchen das Lesen, die vielleicht gerade selbst in „Beziehungsproblemen“ stecken und durch solche Zusprüche dann meinen, dass es normal sei sich bei den kleinsten Problemen vom Partner zu trennen anstatt um die Beziehung zu kämpfen – das wird sowieso schon zu viel so gehandhabt finde ich. 

Die einzigen Dinge, die ich an diesem Buch positiv fand, sind Äußerungen, die sie aus anderen Ratgebern übernimmt und mit ihren Worten erklärt. Doch ganz ehrlich? Dann kann ich auch diese anderen Ratgeber lesen. Ihre eigenen Erfahrungen finde ich etwas überspitzt dargestellt und nicht für die breite Masse an Leuten geeignet. Wie bereits erwähnt, das Buch machte mich unglücklich und ich war kurz davor in eine dicke Leseflaute zu rutschen, weshalb ich mich nach knapp 150 von 250 Seiten dazu entschieden habe das Buch abzubrechen. Daher wird es hier auch keine Sternebewertung etc geben. Ich wollte euch nur mein Empfinden beim Lesen des Buches mitteilen und hoffe für alle, die es lesen, dass es euch besser gefallen wird als mir und ihr die Stunden, die ihr mit dem Buch verbringt, nicht als vergeudet betrachtet.

(Ich möchte auch nicht die Autorin selbst schlecht reden, denn sie als Person finde ich dennoch bewundernswert. Ihre Bücher zum Zuckerfreien Leben habe ich auch im Regal und werde sie bei Gelegenheit lesen. Einige Rezepte habe ich bereits ausprobiert und fand sie toll, weshalb ich denke, dass ich aus den anderen Büchern mehr mitnehmen kann als aus Happy Eating.)

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