Rezensionen

“Haunted Hearts” von B.E. Pfeiffer

Ihr Lieben,

seitdem B.E. Pfeiffer ihr erstes Buch “Die Weltportale” veröffentlicht hat, bin ich Fan ihrer Bücher. Ich habe bisher keines gelesen, das mir nicht gefallen hätte und finde es immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich ihre Geschichten sind und dass man dennoch beim lesen bemerkt, wie sie sich immer weiter entwickelt.

So war ich mir direkt bewusst, dass ich wieder eine grandiose Geschichte lesen werde, als ich den Klappentext zu Haunted Hearts gesehen habe. Aber nicht nur der Klappentext machte mich auf diese Geschichte neugierig, sondern auch das wirklich tolle Cover, sodass ich es kaum erwarten konnte, endlich zu erfahren, was diese Geschichte wohl für Überraschungen vorbringen wird.

Haunted Hearts spielt im späten 19. Jahrhundert und handelt von der jungen Isabelle, die in ihre Heimat Paris zurückkehrt, obwohl ihr dort das Herz gebrochen wurde. Aber sie merkte, wie sich die Magie verändert und als Oberhaupt ihres Hauses wollte sie auch die anderen Oberhäupter vor den Veränderungen warnen. Doch als Frau wird sie von diesen nicht ernst genommen, selbst ihr eigener Großvater – welcher kein Magiebegabter ist – zeigt deutlich, dass er sich ihr nicht unterordnen wird. Einzig Balthasar, das Oberhaupt der Familie Ivoire, schenkt Isabelle seinen Glauben und unterstützt sie auf dem Weg, die Welt vor einiger magischen Katastrophe zu bewahren.

Das Buch beginnt gleich im Geschehen, jedoch gibt die Autorin uns genügend Zeit, uns in der Welt und der Situation einzufinden. Die Geschichte wird nach und nach aufgebaut, häppchenweise bekommen wir immer mehr Informationen dazu und das lässt auch bis zum Ende des Buches hin nicht nach. Wir erleben das Geschehen aus zwei Sichtweisen – zum einen begleiten wir alles aus Isabelles Sicht, die aktiv am Geschehen teilnimmt – und zum anderen auch immer wieder aus der Sicht von Julien, der einst Isabelles große Liebe war. Doch was es mit ihm auf Sich hat und was wirklich geschehen ist, darauf müssen wir lange und geduldig warten.

Von Anfang bis Ende war es für mich einfach nur ein Genuss, es war spannend und emotional. Ich konnte die Geschichte einfach nicht aus der Hand legen, weshalb ich sie auch binnen eines Tages durchgelesen habe und anschließend traurig war, mich von Isabelle, Balthasar und der Welt, in der sie leben, verabschieden zu müssen, denn ich war durchweg einfach nur begeistert.

Die Charaktere sind großartig ausgearbeitet und jeder zeigt seine eigenen Seiten, sodass sie authentisch wirkten, aber dennoch nicht vorhersehbar handelten. Isabelle ist mir gleich zu Beginn ans Herz gewachsen, denn sie lernte, sich für sich selbst stark zu machen, aber hatte dennoch keine Angst davor, um Hilfe zu fragen, wenn sie allein nicht weiter wusste. Balthasar war anfangs der erwartete mysteriöse Mann, der nichts an sich heran lässt, doch merkte man mehr und mehr, dass dort auch mehr hinter der Fassade steckte und er das Herz genau am richtigen Fleck hat. Aber auch die anderen Charaktere überzeugten durch ihr Handeln – auch wenn man bei einigen von ihnen lange nicht wusste, woran man eigentlich ist und auf welcher Seite diese Person nun stehen würde.

Das Buch ist in dem gewohnt lockeren Schreibstil der Autorin geschrieben, ohne dabei langweilig zu werden. Die Spannung wird durchweg aufrecht erhalten und man fliegt nur so durch die Seiten. Ich freue mich eigentlich auch immer wieder, wenn ich zwischen den vielen Buchreihen mal einen Einzelband lesen kann, aber hier hätte ich mir doch noch eine Fortsetzung gewünscht, da ich mich sehr wohlgefühlt habe beim Lesen.

Also wer gern über Magie und Mysteriöses liest, bei wem Liebe und Verrat nicht fehlen darf, demjenigen kann ich dieses Buch nur ans Herz legen, denn der Blick in die Seiten lohnt sich hier definitiv.

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