Rezensionen

“Neon Birds” von Marie Grasshoff

Ihr Lieben,

nachdem ich unsagbar viel Gutes über “Neon Birds” von Marie Grasshoff gehört habe, wurde ich sehr neugierig auf die Geschichte hinter dem Buch, muss nach dem Lesen jedoch sagen, dass mich das Buch nicht so überzeugen konnte wie viele Andere. Während ich Sci-Fi Filme unglaublich gern sehe, merke ich beim Lesen jedoch, dass mich dort bisher selten ein Buch wirklich abholen konnte, weshalb ich mich diesem Genre wohl auch relativ selten widme – woran das liegt, kann ich jedoch nicht benennen. Ich mag Marie und ihre Art, wie sie sich auf Instagram in ihrer täglichen Storytime zeigt, sehr gern und ich werde definitiv auch die beiden Folgebände “Cyber Trips” und “Beta Hearts” lesen, aber ich denke nicht, dass diese Bücher zu meinen Favoriten gehören werden.

Mir ist der Einstieg in das Buch leider etwas schwer gefallen, da ich mich in der Welt von 2101 nicht zurechtgefunden habe und auch die Charaktere leider immer wieder durcheinander brachte. Bis ich mich dann daran gewöhnt habe, wer nun wer ist und mit wem wie in Verbindung steht, war auch das halbe Buch bereits vorbei. Ich konnte mir auch bis zum Ende leider nicht merken, welche Einheit nun wofür steht, welche geheim ist, was Kami mit den Menschen nun wirklich macht und ob es sich dabei um einen Virus handelt oder nicht. Ich war leider sehr oft sehr verwirrt und konnte daher der Geschichte nicht immer richtig folgen, dass ich Passagen doppelt gelesen habe.

Ich möchte nun nicht sagen, dass es ein schlechtes Buch ist, denn das ist es ganz gewiss nicht. Es ist gut durchdacht, die Thematik sehr interessant, das Setting hat mir gefallen und die Zukunftsvision unserer Erde hat mich sehr erschreckt – ein ausgebeuteter Planet, Sperrzonen rund um die Städte, um die Bevölkerung zu schützen, und ganze Landstriche sind zu Wüsten geworden. Man kann nur hoffen, dass dies nicht irgendwann Realität werden wird. Jedoch gibt die Zukunft auch Positives her –> das Beamen würde ich auch heute schon gern können 😉

Was ich etwas zu Realitätsfern hielt sind der Status der Charaktere Flover und Okijen. Beide sind um die 20 und wirken wie die Superhelden des Militärs, alle schauen zu ihnen auf und beschreien, dass sie die Welt retten können. Sie sind noch so unglaublich jung, werden aber in Situationen geschmissen, in welchen sie eine Verantwortung tragen, die meines Erachtens kein 20-jähriger tragen sollte – weder in diesen Zeiten noch in der Zukunft, da die Entscheidungen einiges an Erfahrung verlangen, die solch junge Menschen noch nicht erreicht haben können – aber das ist lediglich mein Empfinden.

Zwischenzeitlich gab es einige Längen in dem Buch, in welchen viel erklärt wurde aber leider wenig passiert ist. Es war mir alles etwas zu “theoretisch” und hätte einiges Mehr an Handlung vertragen können. Zum Ende hin jedoch nahm die Geschichte endlich an Fahrt auf und ließ uns Leser nun mit einer Ahnung zurück, die schockierend ist und neugierig auf das weitere Geschehen im Folgeband macht.

Der Schreibstil des Buches gefällt mir jedoch sehr gut. Außerdem lockern die Akteneinblicke, Briefe etc zwischen den Kapiteln das Geschehen im Buch etwas auf und geben mehr Einblicke in die Welt von 2101. Ich bin gespannt, wie es in “Cyber Trips” weitergehen wird.

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