Rezensionen

„Americas Next Magician“ von Isabel Kritzer

Ihr Lieben,

wer „Californias Next Magician“ gelesen hat, der weiß mit welchem unvorhersehbaren Ausgang dieser Teil plötzlich geendet hat und wie wir alle mit offenem Mund auf die Geschehnisse schauten. An genau diesem Punkt setzt auch der zweite und finale Teil der Reihe ein. Wir stehen mit Josi auf der Bühne und schauen ungläubig auf das Offenbarte vor uns. Wir wollen es nicht begreifen, was gerade passiert und doch scheint alles wahr zu sein. Wir befinden uns mit Josi in einem Kampf – einem Kampf um Gut und Böse, Wahrheit und Lüge, Richtig und Falsch und doch wissen wir nicht, wie wir auf die Situation reagieren sollen und können nichts tun. 

Gerade erst zur Regentin Californias gewählt muss Josi sich nicht nur diesem Kampf stellen, sondern auch ganz anderen Problemen, an welche sie vorher nie gedacht hätte. Sei es eine drohende Hungersnot für ihr Volk oder einen Beraterstamm, welcher weniger nicht tun könnte. Sie sieht sich vor einer Vielzahl von Herausforderungen und versucht alles auf einem guten Weg zu regeln, dass keine dieser Probleme zu kurz kommt. Immer an ihrer Seite ihr mittlerweile bester Freund Rayn, welcher unermüdlich an ihrer Seite steht und in allen Lebenslagen unterstützt.

Zwischen all diesen politischen Angelegenheiten geraten ihre Gedanken jedoch immer wieder ins Straucheln, denn sie erlebt ein auf und ab ihrer Gefühle Ivan gegenüber. Kann sie ihm wirklich trauen? Oder hat sie sich alles nur eingebildet? Was war das zwischen den Beiden? Wo stehen sie? Diese und weitere Fragen beschäftigen Josi immer wieder und der Leser hat durch ihre Gedanken, die immer wieder auftauchen, einen direkten Einblick in ihre Gefühlswelt.

Josi ist noch immer ein Charakter, den ich sehr mag. Sie wirkt auf den ersten Blick sehr chaotisch, aber wenn man genauer hinschaut, dann merkt man, dass der Schein trügen kann und sie immer ganz genau weiß, worauf sie achten muss und was wichtig ist, wo sie bei welchem Problem steht und meist hat sie auch eine Lösung für die vielen Probleme im Kopf, die sie nach und nach angeht.

Als Leser bekommt man immer mehr Einblicke darin, was in California und ganz Eterny tatsächlich los ist, wie alles zusammen hängt und wer falsche Spielchen spielt. Alles spitzt sich immer weiter zu und man fragt sich dauernd „Das passiert doch gerade nicht wirklich“ nur um dann eines besseren belehrt zu werden und sich mit Josi mitten im Chaos wieder zu finden, aus welchem man nur schwer herauszukommen scheint. Es wird immer verwirrender, Geheimnisse werden aufgedeckt, die Josi an allem zweifeln lassen und wir sehen mit ihr keinen Ausweg aus allem. Aber alles hat seinen Sinn und Isabel erklärt alle Zusammenhänge auf wundervolle Art und Weise.

Mir hat das Buch wieder sehr gut gefallen, was nicht nur an dem wunderschönen Cover, sondern auch an der wundervollen Geschichte liegt. Band 2 gefiel mir auch noch etwas besser als sein Vorgänger, welchen ich auch schon sehr mochte und es hat mir Spaß gemacht Josi auf ihrem Weg zu begleiten. Ich weiß, dass viele ausgeschmückte und detailreiche Beschreibungen mögen, ich bin da leider nicht immer Fan von, weshalb es mir ab und an schwer fiel der Geschichte zu folgen, denn Isabell hat eine sehr bildliche Beschreibung von allen Orten, Taten und Gedanken, was auf der einen Seite einen super Einblick in alle Geschehnisse gibt, auf der anderen Seite für mich öfter etwas zu viel war, aber das ist reine Geschmackssache und schadet der Geschichte selbst in keinster Weise.

Für mich ein toller Abschluss dieser Reihe, auch wenn ich Josi noch gar nicht wieder gehen lassen möchte – aber zum Glück kann ich ja jeder Zeit wieder in 2086 abtauchen und Josi besuchen – ihr solltet das auch tun 😉

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