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“Die Erben des Winters: Berstendes Kupfer” von Maya Shepherd

Titel: Die Erben des Winters – Berstendes Kupfer

Autor: Maya Shepherd

Verlag: Selfpublishing

Preis: 16,90€

SBN: 978-3756835522

Seiten: 438

Klappentext: Mariya kehrt als zukünftige Winterkönigin in ihre Heimat zurück. Zusammen mit der Weißen Armee will sie das Reich des Winters aus der Herrschaft der Nihilisten befreien. Ein langer Weg liegt vor ihr, den sie mit neuen Verbündeten und alten Bekannten bestreitet. Sie handelt nicht nur zum Wohl des Volkes, auch ihr eigener Wunsch nach Rache treibt sie an. Die Geister ihrer Vorfahren unterstützen sie bei ihrem Vorhaben und verleihen ihr die Kraft, sich gegen ihre Feinde zu behaupten. Magie verlangt jedoch immer einen Preis – ist Mariya bereit, ihn zu zahlen?


Ihr Lieben,

was habe ich mich auf den finalen Band dieser Reihe gefreut, nachdem mich die ersten beiden Teile schon überzeugen konnten. Und auch bei “Berstendes Kupfer” der “Die Erben des Winters”-Trilogie wurde ich nicht enttäuscht und habe ein Finale bekommen, was anders war, als ich erwartet habe, aber dennoch für mich nicht besser hätte passen können.

Nach ihrer Rückkehr von den Juli-Inseln in das Reich des Winters kämpft Mariya sich mit Hilfe alter Freunde und neuer Bekannte den Weg frei, um ihr Reich gegen die Nihilisten zu verteidigen. Sie wird selbst zum Opfer, sieht all das Leid, welches ihrem Volk widerfahren ist und versucht alles in ihrer Macht stehende zu tun, das Schicksal von Winter zu retten. Die Stimmen ihrer Vorfahren werden immer lauter und versuchen die Oberhand zu gewinnen, sodass Mariya auch in ihrem Inneren immer wieder einen Kampf austragen muss.

Die Atmosphäre in diesem Band ist düster, beklemmend, erdrückend. Als Leser spüren wir genau, wie sehr das Volk des Winters zu leiden hat. Wir merken, was die Nihilisten den Menschen antun und sehen die vielen Ungerechtigkeiten, mit denen sie ihnen begegnen. Maya Shepherd schafft es mit Worten eine Stimmung hervorzubringen, in welcher wir gefangen sind und all das Leid miterleben. Wir lesen die Geschichte nicht nur – spätestens mit diesem Band leben wir sie, da es viele grausame Parallelen zum aktuellen Weltgeschehen gibt. Sie bringt uns mit dieser Reihe näher, wie sehr Menschen leiden, wenn Krieg herrscht. Wie sehr sich das Leben aller verändert und wie wichtig es ist, in solch dunklen Zeiten zusammen zu halten.

Da Maya Shepherd die Story an die Geschichte der Zarenfamilie Romanov angelehnt hat und viele Aspekte im Buch in der Geschichte auch so oder so ähnlich stattgefunden haben, wird uns Lesern wieder einmal bewusst, wie schnell die Welt sich wandeln kann und dass die Geschichte sich leider doch immer wieder wiederholt und die Menschheit selten aus der Vergangenheit lernt. Für mich hat Maya mit “Die Erben des Winters” eine Geschichte erschaffen, die emotional und erschreckend, bedrückend und düster war – eine Geschichte, an welche ich noch oft zurückdenken werde. Denn auch, wenn viele Elemente der Wahrheit entsprachen, konnte die Reihe mich auf eine Weise begeistern und abholen, wie ich es nicht erwartet habe.

Aber nicht nur die Stimmung im Buch konnte mich überzeugen, auch das Worldbuilding und die Charaktere selbst waren wundervoll ausgearbeitet. Das Reich des Winters hat Maya Shepherd bildhaft und wunderschön beschrieben, sodass ich mir in jedem Moment vorstellen konnte, was Mariya gerade sieht – ohne dass es zu detailliert und dadurch langatmig wurde. Auch die Charaktere – es machte einfach Spaß zu sehen, wie sehr sie wachsen und sich entwickeln. Gerade Mariya entwickelt eine Stärke während der Geschichte, die ich ihr zu Beginn des ersten Bandes einfach nicht zugetraut hätte. Sie hat mich mit ihren Handlungen und Entscheidungen immer wieder überrascht und ist zu einer Person geworden, die weiß, was im Leben wirklich zählt.

So schwer mir der Abschied auch gefallen ist, ich bin dankbar, dass Maya diese Geschichte mit uns geteilt hat. Dankbar für die vielen tollen Lesestunden, die mir die Reihe beschert hat und kann sie euch wirklich nur empfehlen zu lesen.

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