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“White Wings – Zwischen Licht und Dunkelheit” von Stefanie Diem

Ihr Lieben,

als ich den Klappentext zu White Wings gelesen habe, wusste ich direkt, dass ich dieses Buch lesen möchte, denn er hat mich unglaublich neugierig auf die Geschichte gemacht. Ich liebe Geschichten, in welchen Jugendliche auf einer Schule in Magie ausgebildet werden und war mir direkt sicher, dass dieses Buch genau das Richtige für mich sein wird.

Klappentext: Aufgrund ihrer übersinnlichen Fähigkeiten wird die 17-jährige Lena in ein katholisches Internat in Deutschland gesteckt. Dort jedoch werden im Geheimen junge Mädchen in uralter, naturverbundener Magie ausgebildet und so wird Lena zu einer White Wing. Während ihrer Ausbildung zeigt sich vermehrt in ihr eine andere, dunkle Seite, die eng mit dem mysteriösen Nikolas der benachbarten Schule verknüpft ist. In Lena vereinen sich die Kräfte von Licht und Dunkelheit und machen sie zur ultimativen Waffe im drohenden Kampf gegen Dämonen. Doch wem kann sie in diesem Kampf vertrauen, wenn sie niemandem vertrauen darf?

Eigentlich gibt es nur einen Punkt, den ich zu kritisieren habe und der hat nicht mal direkt etwas mit der Geschichte zu tun. Es wurde angepriesen als Romantasy – steht sogar so auf dem wirklich wunderschönen Cover – aber den Romance Anteil habe ich hier kläglich gesucht. Klar gab es eine kleine Liebelei, aber das spielte nur am Rande eine Rolle und nahm ich persönlich auch kaum wahr, da es nichts mit der Handlung selbst zu tun hatte. Aber vielleicht kommt da ja mehr im nächsten Band.

Ansonsten habe ich die Geschichte furchtbar gern verfolgt und wollte sie nicht zur Seite lesen, da die Spannung im Buch durchweg aufrecht gehalten wurde und es wirklich keine Längen gab. Dennoch wirkte die Handlung und das Geschehen für mich stimmig und nicht an den Haaren herbei gezogen. Thematisch habe ich persönlich bisher noch kein Buch gelesen, was sich mit White Wings vergleichen ließe und daher war es für mich etwas vollkommen Neues in der Buchwelt – es wird bestimmt nicht das erste Mal sein, dass solch ein Thema Platz in einem Buch gefunden hat, aber es ist nicht so weit verbreitet wie andere Fantasygeschichten und daher war ich hier einfach positiv überrascht.

Die Charaktere waren auch super ausgearbeitet und haben ihren beschriebenen Eigenschaften entsprechend gehandelt. Einzig Nikolas konnte ich lange Zeit nicht einordnen und wusste einfach nicht, auf welcher Seite er tatsächlich steht. Lena wirkte teilweise zwar etwas naiv, aber das ist einfach ihrem jungen Alter geschuldet und den Problemen, welchen sie sich stellen muss. Dennoch mochte ich sie und ihre Freundinnen Cat und Annie sehr und freue mich darauf von allen noch mehr lesen zu können. Was ich gut fand, war, dass wir zusammen mit Lena in diese magische Welt hineinwachsen. Sie weiß, dass sie gewisse Fähigkeiten hat, aber kann mit niemandem darüber reden und weiß nicht, wie sie damit umgehen soll. Man merkte ihr ihre Unsicherheit an und ich fand es spannend zu sehen, wie sie im Kloster dann immer mehr über sich und ihre Gaben erfahren hat und lernte, damit umzugehen. Sie wurde dadurch mutiger und auch sicherer, da sie merkte, dass sie nicht allein ist und immer jemanden um sich hat, mit dem sie im Notfall darüber sprechen kann – auch wenn sie das nicht immer genutzt hat.

Dass das Buch durchweg spannend geschrieben war, das habe ich schon erwähnt, aber auch abseits davon fand ich den Schreibstil von Stefanie Diem sehr angenehm zu lesen. Es war alles sehr bildhaft beschrieben ohne zu ausschweifend zu werden, dass ich mir das Kloster etc. gut vorstellen konnte. Die Stimmung im Buch ist für mich jedoch schwer zu beschreiben, da es durch häufige Szenenwechsel auch häufige Stimmungsänderungen gab. Es war mystisch und humorvoll zugleich, spannende und ernste Stimmungen wurden durch eingeworfene Witze etwas gelockert und gaben dem Buch dadurch einen jugendlichen Touch.

Alles in allem ist White Wings für mich ein rundum gelungenes Buch. Ich freue mich hier schon wahnsinnig auf die Fortsetzung und kann die Geschichte wirklich empfehlen. Aber Achtung – böses Ende mit fiesem Cliffhanger!

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