Rezensionen

„Meine liebe Familie“ von Sarah Alderson

Ihr Lieben,

was soll ich zu diesem Buch sagen, außer dass es einfach fantastisch ist? Nachdem mir der Vorgänger „Meine beste Freundin“ schon so unglaublich gut gefallen hat, musste ich gar nicht lang überlegen, ob ich auch Band 2 lesen möchte. Gesagt, getan. Ich habe es im Buddyread gelesen und wir waren uns beide schnell einig, dass das Buch wieder eine unglaubliche Sogwirkung hat, sodass wir die letzten drei Abschnitte an einem statt an drei Tagen gelesen haben – wir wollten unbedingt wissen, wie es wohl endet und auch wie im Vorgänger habe ich mit dieser Auflösung in der Form nicht gerechnet.

Ava lebt mit ihrer Familie in einer familienfreundlichen Gegend, nichts kann das idyllische Leben der Familie trüben, bis eines Abends Einbrecher in ihr Haus eindringen und ihr gesamtes Leben auf den Kopf stellen. Nicht nur, dass sie selbst im Krankenhaus erwacht – ihre Tochter June liegt im Koma und keiner kann sagen, ob sie daraus je erwachen wird. Ihr Mann Robert geht ins Gefängnis, ihr Stiefsohn Gene verschwindet von der Bildfläche und doch muss es irgendwie weiter gehen. Umgeben vom Medienrummel, denn was ist schon spannender als eine offene Familientragödie, hat Ava immer den Policeofficer Nate und ihre beste Freundin Laurie um sich, welche Ava in der schweren Zeit zur Seite steht. Ihr Weg scheint aussichtslos und doch fasst Ava einen Plan, um sich und ihre Familie zu retten – doch was ist, wenn dir nicht gefällt, was du über deine Familie erfährst? Es ist eine spannende Geschichte mit vielen Geheimnissen, die es aufzudecken gilt und doch besser im verborgenen hätten bleiben sollen.

Nicht nur das Cover überzeugt mit seiner Gestaltung, die dem des ersten Bandes wieder ähnelt, sondern auch der Inhalt konnte mich gänzlich für sich gewinnen. Er überzeugte mich mit vielen Wendungen, Andeutungen und Überraschungen, führte mich immer wieder in die Irre und ließ mich meine Vermutungen immer wieder über Bord werfen. 

Auch die Charaktere des Buches sind authentisch und überzeugten mich durchweg. Vor allem Ava wächst an ihren Aufgaben und es war toll zu sehen, wie sie trotz der aussichtslosen Situation den Mut nicht verloren hat und für sich und ihre Familie kämpfte. Egal welche Hürde auf sie zugekommen ist, sie hat immer einen Weg gesucht um sich daraus zu befreien und nicht zu zerbrechen, so schwer die Situation auch gewesen sein mag. Sie ist eine bewundernswerte Frau und eine tolle Protagonistin, wie man sie gern in Büchern findet. Da das Buch aus ihrer Sicht geschrieben wurde, waren die Situationen noch greifbarer, die Gefühle noch stärker und man konnte sich in ihre Lage reinfühlen, mit ihr mit leiden und mit ihr mit kämpfen. Die Sichtweise war genau richtig gewählt und unterstreicht damit noch einmal die Grausamkeiten der Taten, welche Ava zu bewältigen hat.

Ich bin definitiv ein Fan der Bücher von Sarah Alderson geworden und hoffe ganz ganz stark, dass noch viele viele Thriller dieser Art aus ihrer Feder entstehen werden, denn in letzter Zeit war kaum ein Thriller für mich spannender als diese. Die Spannung baute sich von Seite zu Seite auf und man wollte das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Ich wäre dann bereit für ein weiteres Buch 🙂

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