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“Summer of Hearts and Souls” von Colleen Hoover

Ihr Lieben,

Im Romantikbereich kommt man mittlerweile kaum noch an Colleen Hoover vorbei und so ist auch bei mir die Liebe zu ihren Büchern entfacht, dass ich es kaum erwarten konnte, wieder etwas Neues aus der Feder der Queen of Emotion zu lesen. Beim Klappentext dachte ich noch, dass wir diesmal eine etwas sanftere Geschichte erhalten werden, die uns Leser_innen nicht das Herz brechen wird, aber dieses Buch war viel tiefgründiger als erwartet und hat mich fast als emotionales Wrack zurückgelassen.

Klappentext: Von der Trailersiedlung in die Welt der Rich Kids: Nach dem Tod ihrer Mutter bleibt der 18-jährigen Beyah nichts anderes übrig, als zu ihrem Vater zu ziehen. Dem Vater, den sie kaum kennt und der mit seiner neuen wohlhabenden Familie auf einer Halbinsel vor der texanischen Küste lebt. Wider Erwarten birgt die Welt der Schönen und Reichen mehr Überraschungen, als Beyah je gedacht hätte. Speziell Sunny Boy Samson scheint Abgründe in sich zu tragen, die ihr gar nicht so unbekannt vorkommen…

Die Geschichte von Beyah und Samson wird sehr ruhig erzählt ohne künstlich hergestelltes Drama und doch ist ihre Story so unglaublich tiefgründig und emotional. Beide haben schwere Schicksäle hinter sich, die man ihnen auf den ersten Blick kaum ansehen würde. Beide kämpfen mit den Geistern ihrer Vergangenheit und zeigen erst nach und nach, was sich hinter ihrer Fassade wirklich verbirgt. Sie lernen sich kennen, sie lernen sich lieben, ohne zu wissen, was der jeweils andere erlebt hat und haben doch das Gefühl, dass keiner sie besser kennt als sie sich gegenseitig. 

Es ist kein Geheimnis, dass Colleen Hoover Themen behandelt, die für manch eine Person nur schwer zu verdauen sin, so begegnen wir hier auch Themen wie Missbrauch, häusliche Gewalt und Tod. Aber Colleen Hoover schafft es diese Themen so zu verarbeiten, dass wir Leser_innen zwar stark an unsere Grenzen kommen, aber dennoch nicht zerstört werden. Sie quält uns, sie bricht uns tausende Male das Herz, bevor sie es Stück für Stück wieder zusammensetzt, aber all das lohnt sich für die wahnsinnig guten Geschichten, die wir dafür erhalten. 

 

“Herzen haben keine Knochen, sie können nicht brechen – oder etwa doch?”

 

Dieses Zitat zum Bewerben des Buches hat sich mir auch beim Lesen eingeprägt und es passte einfach sehr zu Beyah und Samson. Sie taten sich gegenseitig unglaublich gut und doch gab es immer diesen einen Punkt, über den sie nicht hinwegkamen. Dieser eine Punkt, der verdeutlichte, dass dies eben nicht für immer sein wird – oder doch? 

Aber neben den schweren Themen und starken Gefühlen, die Colleen Hoovers Bücher ausmachen, stehen hier auch wieder komplett authentische Protagonisten im Vordergrund der Geschichte, die es schaffen uns zu überraschen, da CoHo eher selten zu Klischees greift und somit nicht den typischen geheimnisvollen Jungen mit dem Mädchen beschreibt, welches geprägt durch ihre Vergangenheit ist. Ihre Charaktere überzeugen durch ihre Handlungen und schaffen schnell eine Verbundenheit zu uns Leserinnen. So bekommen wir auch bei Beyah und Samson das Gefühl, sie schon ewig zu kennen und doch immer wieder von ihnen überrascht zu werden. 

Ich habe das Gefühl schon viel zu viel verraten zu haben, aber es ist eine Geschichte, bei welcher ich wieder kaum aus dem Schwärmen herauskomme. Für mich kam dieses perfekte Buch im perfekten Moment und ich habe jede einzelne Seite genossen. Große Leseempfehlung meinerseits für dieses grandiose Buch.

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